23 Drohnen über Moskau: Vier Flughäfen gleichzeitig dicht
Am Sonntagabend haben alle vier Flughäfen der russischen Hauptstadt den Flugbetrieb eingestellt. Moskaus Bürgermeister spricht von mindestens 23 abgeschossenen Drohnen aus der Ukraine.
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Alle vier Flughäfen Moskaus standen am Sonntagabend still — Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski. Auslöser war ein Schwarm ukrainischer Drohnen, der nach russischen Angaben Richtung Hauptstadt unterwegs war. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Luftabwehr habe mindestens 23 Drohnen abgeschossen.
Die russische Staatsagentur Tass berichtete, auf allen vier Airports seien Starts und Landungen für kurze Zeit ausgesetzt worden. Für Reisende — egal ob in Moskau gestrandet oder im Transit über einen der Flughäfen — bedeutete das: gestrichene Flüge, verschobene Anschlüsse und Warten auf den nächsten Start.
Vier Flughäfen, eine Sperrung
Russland betreibt in und um die Hauptstadt vier zivile Großflughäfen: Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski. Wenn alle vier gleichzeitig den Betrieb einstellen, ist der zivile Luftraum über der russischen Hauptstadt praktisch unerreichbar. Wie lange die Sperrung am Sonntagabend tatsächlich dauerte, geht aus den vorliegenden Berichten nicht präzise hervor. Tass und die übrigen Agenturen sprechen durchgehend von „vorübergehend" und „für kurze Zeit".
23 Drohnen in einer Nacht — Sobjanin nennt die Zahl
23 abgeschossene Drohnen in einer einzigen Nacht — das ist auch im Vergleich zu früheren Angriffswellen auf den Moskauer Luftraum ein auffälliger Schwarm. Wer genau hinter den Drohnen steckt, wird in den vorliegenden Meldungen nicht in Frage gestellt: Russland spricht von ukrainischen Drohnen, gestützt auf die übliche Benennung durch die zuständigen Behörden. Die ukrainische Seite hat sich zu diesem konkreten Angriff bislang nicht offiziell geäußert — das entspricht dem üblichen Muster, bei dem die ukrainische Führung laufende Einsätze selten direkt bestätigt oder dementiert.
Kein Einzelfall — Drohnen fliegen tiefer nach Russland
Was am Sonntagabend über Moskau passierte, passt in ein Muster, das seit Monaten zu beobachten ist: Ukrainische Drohnen fliegen immer häufiger Ziele tief im russischen Hinterland an — Militärbasen, Energieanlagen, Industriestandorte, inzwischen auch die Hauptstadt selbst. Wie der Spiegel schreibt:
Immer häufiger startet die Ukraine Drohnenangriffe tief in russische Gebiete. Das Ziel: die Kriegsmaschinerie des Kreml.
Dass die Drohnen inzwischen den Luftraum über Moskau selbst erreichen, hat dabei eine eigene Signalwirkung — der Krieg rückt für die Bevölkerung der russischen Hauptstadt sichtbar näher, nicht nur an der Front.
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