LIVE
Bremen führt gegen Hoffenheim: Desic trifft nach einer halben StundeChris Young weltweit durch UTA vertreten – Kurt Vile erneuert die Zusammenarbeit mit Third SideJennifer Lopez widerspricht Filmzoff-Gerüchten: Das steckt wirklich dahinterScorsese: Wie der Sony-Hack seinen „Cleopatra“-Plan ruinierteDwyane Wades neue Statue: Warum Miami Heat nach zwei Jahren den Statuenkopf austauschteUSA genehmigen den Verkauf von 500 Patriot-Raketen an die Ukraine: Wer zahlt?Margot Robbie und Harley Quinn: James Gunn lässt die Rückkehr im neuen DC-Universum offenLeicester übernimmt mit 22:16 die Prem-SpitzeAttentat in den Yvelines: Anwalt nennt „mehrere Fehlversuche“The Mad Lover: 75 Minuten frech und präziseThe Elder Scrolls VI: „Sentinel“ – offizieller Titel oder Gerücht?Warum der MacBook Pro jetzt Touch bekommt – Apples neuer Kurs mit John Ternus

Warum der Sony-Hack Scorseses „Cleopatra“-Film ruinierte

Martin Scorsese erinnert sich an die Folgen des nordkoreanischen Sony-Hacks für seinen geplanten „Cleopatra“-Film. Der Angriff im Zusammenhang mit Seth Rogens „The Interview“ hatte nach seiner Darstellung praktisch alles zerstört.

3 Min. Lesezeit
Warum der Sony-Hack Scorseses „Cleopatra“-Film ruinierteAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Scorsese: Wie der Sony-Hack seinen „Cleopatra“-Plan ruinierte.

Der Angriff auf Hollywood von 2014 ist mehr als ein Kapitel über IT-Sicherheit: Er geriet nach Darstellung von Deadline auch in die persönliche Filmplanung von Martin Scorsese. Der Oscar-prämierte Regisseur erinnert sich noch heute daran, wie der staatlich unterstützte Angriff auf Sony seinen geplanten „Cleopatra“-Film beeinträchtigte.

Ausgangspunkt war Seth Rogens „The Interview“ von 2014. Laut dem Bericht war der weitreichende Digitalangriff eine Reaktion auf diesen Film. Damit verbindet die Geschichte einen politisch aufgeladenen Hollywood-Film mit einem Cyberangriff, der nach Scorseses Worten „alles ruiniert“ habe – jedenfalls für das Projekt, das er damals im Kopf hatte.

Was bedeutet das konkret? Der Vorfall zeigt, wie schnell aus einer Auseinandersetzung zwischen Film und Staat ein Produktionsrisiko werden kann. Für dich als Filmfan folgt daraus eine ungewöhnliche Geschichte: Das geplante Projekt „Cleopatra“ hing nicht nur von kreativen Entscheidungen ab, sondern offenbar auch von der Sicherheit der beteiligten Systeme.

Ein Film löste den Sony-Hack aus

Der Angriff und „The Interview“ hängen direkt zusammen

Deadline beschreibt den Sony-Hack als Reaktion auf Seth Rogens 2014 erschienenen Film „The Interview“. Der Angriff wird dabei als nordkoreanische, staatlich unterstützte Operation eingeordnet. Es war also nicht nur eine technische Störung innerhalb einzelner Studios: Der Bericht spricht von einem Digitalangriff, der Hollywood erschütterte und weitreichende Folgen hatte.

Scorsese beschreibt die Auswirkungen auf seinen damaligen „Cleopatra“-Plan in drastischen Worten. Wörtlich erinnerte er sich im Gespräch mit Deadline daran, dass der Angriff „alles ruiniert“ habe. Damit meinte er nach Darstellung des Berichts nicht einen einzelnen unbedeutenden Produktionsschritt, sondern den gesamten Stand des geplanten Projekts.

Was Scorseses Satz über „Cleopatra“ verrät

Ein Kinoprojekt wurde zum indirekten Opfer

Scorseses Aussage macht deutlich, wie stark die Auswirkungen auch einen anderen Film erreichen konnten. Sein geplanter „Cleopatra“-Film stand unter der Bezeichnung „planned Cleopatra feature“ im Bericht. Er war also nicht etwa bereits abgedreht oder veröffentlicht, sondern noch in Planung.

Die Meldung von Deadline nennt im Ausschnitt keine Details zu Besetzung, Produktionsort oder genauen Folgen für das Vorhaben. Deshalb wäre es zu weit gegriffen, aus der Erinnerung eine konkrete Entscheidung über Casting oder Drehorte abzuleiten. Belegt ist die Verbindung zwischen dem Sony-Angriff und den erheblichen Problemen für Scorseses damaliges Filmprojekt.

„Kim Jong Un hat keinen Humor“

In der Überschrift der Deadline-Meldung erscheint außerdem ein weiterer Satz Scorseses: „Kim Jong Un Doesn’t Have A Sense Of Humor“. Er ordnet die Reaktion damit als politisch motivierte Vergeltung für „The Interview“ ein. Die Aussage ist Teil des von Deadline dokumentierten Interviews und keine nachträgliche Einordnung des Mediums.

„Ruined everything“

Quelle: Martin Scorsese im Gespräch mit Deadline

Was die Quelle belegt – und was offen bleibt

Mehr als ein Jahrzehnt später wirkt der Angriff noch nach

Deadline schreibt, dass Scorsese mehr als ein Jahrzehnt nach dem Sony-Hack noch immer unter den Folgen des nordkoreanisch unterstützten Angriffs leidet. Der Bericht behandelt das nicht als abgeschlossenen Medienskandal, sondern als nachhaltig beschädigten Produktionsplan.

Die Meldung beantwortet allerdings nicht alle Fragen. Sie nennt weder einen genauen Zeitpunkt für das endgültige Ende des „Cleopatra“-Projekts noch eine offizielle Begründung für eine formale Absage. Sie beschreibt auch nicht, welche konkreten technischen oder organisatorischen Schritte bei Sony betroffen waren. Solche Details lassen sich aus den vorliegenden Angaben nicht ergänzen.

Was die Geschichte über Produktionen zeigt

Zwischen Filmstart und Drehbuch liegen handfeste Risiken

Der ungewöhnlichste Punkt dieser Geschichte ist die Verknüpfung zweier Ebenen: „The Interview“ war ein Unterhaltungsfilm, während der Sony-Hack eine staatlich unterstützte Cyberoperation war. Scorseses Reaktion und seine Erinnerung zeigen, dass die Folgen einer solchen Auseinandersetzung auch Projekte erreichen können, die zunächst gar nicht Teil des öffentlichen Streits waren.

Am Ende bleibt vor allem Scorseses klare Aussage: Der Angriff hat seinen geplanten „Cleopatra“-Film „alles ruiniert“. Genau diese Erinnerung macht den Vorfall zu mehr als einer Episode über gehackte Filmstudios. Sie zeigt, wie ein kultureller Konflikt bis in die Planung eines völlig anderen Projekts hineinwirken kann.

Quellen

Was denkst du?

AI-unterstützt · redaktionell betreut

Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.