Tränen in Guadeloupe: Tom Laperche gewinnt bei seinem Debüt
Tom Laperche gewinnt die Route du Rhum bei seiner ersten Teilnahme und stellt mit 6 Tagen, 13 Stunden, 27 Minuten und 40 Sekunden einen Rekord auf. Die Bildergalerien zeigen den Weg vom Start in Saint-Malo bis zur emotionellen Ankunft in Pointe-à-Pitre.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Tom Laperche gewinnt die Route du Rhum: Rekord beim Debüt.
Am Samstag, 7. November 2026, um 22:31 Uhr Ortszeit, überquerte Tom Laperche als erster die Ziellinie in Pointe-à-Pitre. Der 29-jährige Franzose hatte damit nicht nur die 13. Ausgabe der Route du Rhum gewonnen, sondern auch eine sensationelle Zeit auf der Solo-Transatlantik von Saint-Malo nach Guadeloupe gesetzt.
Der Erfolg hat eine klare Konsequenz für die Einordnung des Rennens: Laperche war vorher nie bei dieser berühmten Transatlantik-Rallye an den Start gegangen. Jetzt steht der_skipper mit 6 Tagen, 13 Stunden und 27 Minuten an der Spitze der Rennergebnisse.
Ein Debüt, das den bisherigen Rekord um 6:19 Stunden bricht
Die entscheidende Ankunft
Laperche steuerte den Ultim „SVR-Lazartigue“ und passierte die Ziellinie in Pointe-à-Pitre als erster. Paris Match berichtet, dass er die Strecke von Saint-Malo nach Guadeloupe in 6 Tagen, 13 Stunden und 27 Minuten bewältigt hat. Damit verbesserte er den vorherigen Referenzzeit von Charles Caudrelier aus dem Jahr 2022 um 6 Stunden und 19 Minuten.
Die Rekordleistung bekommt zusätzlich Gewicht durch Laperches Ausgangslage. Der Skipper hatte die transatlantische Soloregatta zuvor nie bestritten. Für Paris Match ist deshalb entscheidend: Es war seine erste Teilnahme, sein erster Sieg und gleichzeitig ein Rekord bei derselben Veranstaltung.
Der Weg zum Erfolg verlief nicht ohne dramatische Kehrseite. Laperche fuhr über mehrere Tage allein an der Spitze, musste dann aber eine außergewöhnliche Entscheidung treffen, als Armel Le Cléac’h mit seinem Banque Populaire kenterte.
Als Le Cléac’h kenterte, wurde Risiko wichtiger als Tempo
Der Kurs nach Le Cléac’hs Notruf
Armel Le Cléac’h lag im ersten Drittel des Rennens zunächst direkt hinter Laperche. Dann kenterte sein Boot. Ein panamäisches Frachtschiff holte den Skipper wenige Stunden später unversehrt zurück. Laperche änderte daraufhin seinen Kurs und fuhr zu Le Cléac’h, um ihn zu unterstützen.
Für Laperche war dieser Umweg eine Extremausgabe inmitten des Atlantiks. Er erklärte am Ziel, die Nachricht über den Unfall habe ihn allein mitten im Ozean tief erschüttert. Franck Cammas, Gewinner der Route du Rhum 2010 und Teil der Routing-Zelle von Laperche, erklärte dieFolgen konkret: Nach dem Unfall sei die Risikosteuerung wichtiger geworden als die Performanceoptimierung.
Wegen der zeitweiligen Umleitung erhielt Laperche eine Bonifikation von 1 Stunde und 2 Minuten. Die regulationskonforme Zeit und der Abstand zum Rekord bleiben im Bericht dennoch klar: Seine Leistung wurde als neuer Bestwert für die Route du Rhum vermerkt.
Allein an der Spitze
Laperche hatte laut Paris Match bereits vor dem dramatischen Unfall über mehrere Tage die Führung inne. „Absolut allein an der Spitze der Flotte“, schreibt die Redaktion. An der letzten schwierigen Stelle, einem risikoreichen Rundkurs um Guadeloupe, musste er zahlreiche Manöver gegen den Wind bewältigen.
Danach beschrieb Laperche seine Entscheidungen rückblickend als nahezu perfekt: Sobald er eine Entscheidung getroffen habe, sei sie die richtige gewesen. Diese Aussage passt zum Verlauf der Renntage. Aus dem sehr schnellen und allein geführten Rennabschnitt wurde eine Situation, in der Sicherheit und Kursentscheidungen kurzfristig wichtiger waren als die Rekordzeit.
Zwischen Isol und Empfang: Laperches emotionale Ankunft
Der Moment am Ziel
Direkt vor der Ankunft brach Laperche seine sonst eher zurückhaltende Art. Er sprang mehrfach barfuß auf dem großen Netz seines Trimarans und begrüßte sein technisches Team, das ihn auf den letzten Meilen begleitet hatte. Nach fast einer Woche vollständiger Isolation im Atlantik traf er seine Angehörigen wieder.
Es waren Tausende Menschen, die ihn auf den Kaikanten von Pointe-à-Pitre empfingen, begleitet von Blitzgewitter und Applaus. Laperche sagte auf den Stegen: „Das ist ein enormer Sieg, es ist mein Traumrennen. Als ich mit dem Segeln begann, gab es ein Rennen, das ich unbedingt gewinnen wollte: die Route du Rhum.“
Nach dem Öffnen des Champagners begrüßten ihn sein kleiner Bruder Mathieu, sein Vater Philippe, seine Mutter Sabine und seine Großeltern. Paris Match zeigt in seiner Bildfolge außerdem seine Ehefrau Domitille, die ihn nach der Zielüberfahrt umarmt. Diese Bilder machen den emotionalen Gegensatz sichtbar: Auf See war Laperche weitgehend allein, in Guadeloupe empfingen ihn seine Familie und Tausende Zuschauer.
Der blaue Trimaran selbst hatte eine bemerkenswerte Bilanz. Das 2021 vom Stapel gelaufene Boot aus der MerConcept-Ecurie von François Gabart gewann im Jahr zuvor die Transat Café L’Or und weitere große Meeresrennen. Laperche erinnerte sich außerdem an ein Praktikum an der Seite Gabarts im Jahr 2019. Noch während des Baues habe Gabart an sein Potenzial geglaubt.
Der Triumph öffnet die nächste Rennphase
Was unmittelbar folgt
Mit dem ersten Zielübertritt war Laperches Sieg zwar entschieden, die Route du Rhum lief jedoch in weiteren Klassen weiter. Immerhin mehr als 100 Boote wurden bis zum 3. Dezember in Pointe-à-Pitre erwartet.
Für die beiden erstplatzierten Verfolger in der Ultim-Klasse, Sodebo und das Armand Thiery von Louis Burton, wurde die Vervollständigung des Podiums für den Sonntag erwartet. Die entscheidende Geschichte der ersten Etappe war damit bereits geschrieben: Der 29-jährige Debütant Laperche hatte nicht nur gewonnen, sondern mit 6 Stunden und 19 Minuten den Referenzrekord von 2022 übertroffen.
Die Bildberichte zeigen den Weg vom Start bis zur emotionalen Ankunft: Ouest-France blickt auf die letzten Stunden und die Ankunft zurück. Paris Match dokumentiert den ersten Sieg und die triomphale Ankunft in Pointe-à-Pitre in einer Bildfolge mit 13 Fotos.
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