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Dana White und die UFC: Vom Türsteher zum Milliardenkonzern

Donald Trump bot Dana White den Posten des US-Pressesekretärs an. Der UFC-Gründer gilt als enger Verbündeter des Präsidenten – und baute aus einer kriselnden MMA-Firma ein globales Imperium.

4 Min. Lesezeit
Dana White und die UFC: Vom Türsteher zum MilliardenkonzernAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Dana White: Trump bot dem UFC-Chef den Posten als Pressesekretär an.

Donald Trump hat am Samstag mit einem überraschenden Angebot für Schlagzeilen gesorgt. Er bot Dana White, dem Präsidenten und CEO der UFC, den Posten des US-Pressesekretärs an. Neben dem UFC-Chef nannte Trump auch mehrere bekannte Kämpfer. Nach Angaben von CNN hat White das Angebot abgelehnt.

Für dich heißt das: Es geht nicht um eine politische Karriere, die White tatsächlich eingeschlagen hat. Die Meldung zeigt, wie eng ein US-Präsident und der Kopf der UFC heute miteinander verbunden sind. Diese Verbindung reicht weit zurück – bis zu den Hotels und Casinos, die Trump der UFC Anfang der 2000er-Jahre anbot, als kaum noch Austragungsorte zur Verfügung standen.

Trumps Angebot war eindeutig – und praktisch kaum umsetzbar

Das Angebot war deutlich formuliert. Trump teilte mit, dass er Dana White den Posten des Pressesekretärs angeboten habe. In seiner Nachricht bezeichnete er White als „großen“ UFC-Chef und als violenten, kriegerischen Kämpfer. Bereits das passt zu dem Bild, das Trump von White zeichnet.

Trump bat White sogar darum, bei einer eventuellen Amtsübernahme Assistenten mitzubringen, von denen nicht alle US-Bürger sein müssten. Als Namen nannte der Präsident außerdem Islam Makhachev, Khabib Nurmagomedov, Justin Gaethje, Daniel Cormier, Amanda Nunes und Kayla Harrison.

ABC.es bezeichnet dieses Vorhaben als kaum umsetzbar und beruft sich für die Absage auf CNN. Das stärkste Gegenargument zu einer direkten politischen Lesart ist deshalb einfach: White selbst soll das Angebot abgelehnt haben. Trump hat den Vorschlag öffentlich gemacht; seine Umsetzung ist damit nicht belegt.

Die Verbindung der beiden Männer ist keine junge Kampagne. ABC.es beschreibt Trump und White als alte Verbündete, deren Weg sich seit mehreren Jahrzehnten kreuzt. Als die UFC vor der Pleite stand und kaum noch Orte für ihre Veranstaltungen zur Verfügung standen, half Trump, indem er Hotels und Casinos anbot. Für die Organisation war das ein Wendepunkt auf dem Weg zu weiterem Wachstum.

White kaufte die UFC im Jahr 2001 – und machte sie global

Dana White hatte seinen Geschäftsstart lange vor der UFC. Der am Juli 1969 in Manchester, Connecticut geborene Amerikaner stammt aus einer Familie der Mittelschicht. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er unter anderem als Hotelpage, als Fitnesstrainer in einem Gym und als Discotheken-Türsteher. Was ihn anzog, war das Geschäft rund um die Kämpfe: Er begann als Promotor im Boxsport.

Besonders eng war die Entwicklung mit Frank und Lorenzo Fertitta verbunden. Die Brüder waren White zufolge seine Freunde aus Kindertagen. Im Jahr 2001 überzeugte er sie, die UFC zu kaufen, obwohl das Unternehmen unmittelbar vor dem Aus stand. White übernahm die operative Führung, während die Fertittas zunächst die Eigentümer waren.

White förderte den Aufstieg der MMA über mehrere konkrete Wege. Er schloss große Fernsehverträge, setzte auf hochwertigen audiovisualen Inhalt und entwickelte Live-Veranstaltungen zu einem Markenerlebnis. Er wirkte außerdem darauf hin, MMA in mehreren US-Bundesstaaten zuzulassen, an denen der Sport zuvor verboten war. Strengere Regeln sollten den Kampf sicherer und professioneller machen und MMA von Straßenkämpfen wegbewegen.

Mit der Reality-Serie „The Ultimate Fighter“ erreichte die UFC eine breitere Zuschauerschaft im Kabelfernsehen. Später kaufte White mit Strikeforce und World Extreme Cagefighting (WEC) auch Wettbewerber. Er öffnete außerdem neue Märkte. In Mexiko, wo die UFC mit Kämpfern wie Brandon Moreno und Yair Rodríguez wuchs, entstanden wichtige Standorte.

2 Millionen Dollar Kaufpreis – 4 Milliarden Dollar Verkauf

Der Finanzsprung ist der deutlichste Beleg für Whites Wirkung. Die Fertitta-Brüder erwarben die UFC 2001 für 2 Millionen Dollar. Rund 15 Jahre später verkauften sie das Unternehmen für 4 Milliarden Dollar. White führte die Organisation in dieser Zeit als Kopf des Geschäfts.

Aus einer kleinen MMA-Firma wurde damit innerhalb von anderthalb Jahrzehnten ein globals Geschäft im Bereich Sport und Unterhaltung. Die Quelle nennt White einen harten, aber erfolgreichen Manager. Sein direkter, häufig konfliktbeladener Stil brachte ihm sowohl Auseinandersetzungen mit Presse, Kämpfern, Promotern als auch mit Fans ein. Zugleich hielt er die UFC und die MMA dauerhaft im öffentlichen Gespräch.

Auch sein privates Vermögen ist erheblich. Es wird auf mehr als 500 Millionen Dollar geschätzt. Diese Zahl beschreibt Whites persönlichen Erfolg, während die 4 Milliarden Dollar den damaligen Verkauf der UFC zeigen. Beide Angaben verdeutlichen, wie weit der Weg von Hotels, Boxpromotion und Türsteherjobs bis an die Spitze einer globalen Kampfsportorganisation führte.

Die White-House-Gala zeigt, wie eng Sport und Politik verbunden sind

Ein besonders sichtbarer Beleg für die Nähe von UFC und Weißem Haus war bereits im vergangenen Sommer erfolgt: Beim UFC Freedom 250 im South Lawn der US-Präsidentschaft fand ein professioneller Kampfabend im Inneren der Residenz statt. ABC.es bezeichnet das Ereignis als ersten professionellen Kampf im Inneren des Weißen Hauses und als eines der symbolischsten Events der UFC-Geschichte.

Auch innerhalb der UFC setzte White seine globale Expansion fort. Im Jahr 2024 fand in der La Esfera in Las Vegas erstmals eine Sportveranstaltung statt. Das Event machte den Aufbau internationaler Reichweite sichtbar: vom ehemaligen Casino-Hotel als rettender Ausweg für die UFC bis zu einem Auftritt beim Präsidenten und einem Auftritt in einer futuristischenarena.

Trumps Angebot passt daher zu einer Verbindung, die Sport, Unternehmertum und Politik miteinander verknüpft. White ist heute nach Darstellung der Quelle die präsenteste Gesicht der MMA als Kampfveranstaltung und eine der zentralen Figuren der Sport- und Unterhaltungsbranche.

Die entscheidende Erkenntnis liegt deshalb nicht in einer möglichen politischen Karriere, sondern in Whites Weg: Aus dem_boxpromotor, der die Fertitta-Brüder 2001 von einem Kauf überzeugte, wurde der Kopf einer Organisation, die später für 4 Milliarden Dollar verkauft wurde. Das Angebot ist öffentlich. White soll es abgelehnt haben. Seine Antwort fügt dem Bild eine ebenso simple wie klare Linie hinzu.

Quellen

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