5:4, dann zwei Aufschläge: Vacherot stoppt Jódar
Rafa Jódar kämpft sich in Basel gegen Valentin Vacherot fast zurück, scheitert aber am entscheidenden Tie-Break. Der Aufschlag des Monegassen wurde für den Spanier zur entscheidenden Waffe.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Vacherot bremst Jódar: Spanier verliert das entscheidende Tie-Break.
Valentin Vacherot hat Rafa Jódar in Basel gestoppt. Nach 2 Stunden und 32 Minuten endete das Achtelfinale mit 7:6(4), 2:6 und 7:6(5) für den Monegassen.
Für Jódar war es ein hart umkämpftes Match: Nach dem Verlust des ersten Satzes gewann er den zweiten deutlich und hatte anschließend mehrfach die Möglichkeit, die Partie zu drehen. Im entscheidenden Tie-Break lag er zunächst mit 5:4 vorn, verlor dann aber zwei Aufschläge in Folge.
Das war der Moment, in dem sich Vacherots stärkstes Argument durchsetzte: sein Aufschlag. Genau dort entschied sich letztlich, ob Jódar in die nächste Runde zurückkehrt oder bereits bei seinem ersten großen Turnier nach seinem Einzug in die Elite einen blinden Fleck aufweist.
Wie Jódar nach dem ersten Satz zurückkam
Der erste Durchgang war außergewöhnlich eng. Jódar hatte gegen Vacherot zunächst Schwierigkeiten, den kräftigen Aufschlag des Monegassen zu verarbeiten. Vacherots Aufschlaggeschwindigkeit lag laut ABC.es häufig bei 220 km/h. Mehrmals traf er damit gezielt Jódars Körper, während der Spanier sich wiederholt nicht schnell genug aus der Ballbahn lösen konnte.
Jódar fand drei Break-Chancen – eine im zweiten Spiel und zwei weitere im sechsten –, konnte jedoch keine davon nutzen. Vacherot holte den ersten Satz nach 57 Minuten im Tie-Break mit 7:6 für sich.
Danach stieg Jódar sofort in den nächsten Satz ein. Nach einem Break im ersten Spiel übte Jódar Druck auf Vacherots zweiten Aufschlag aus und erarbeitete sich einen Vorteil. Sein zweiter Break brachte Jódar mit 4:1 in Führung. Der Spanier spielte intensiv und konzentriert und setzte seine wirksame Rückhand ein, mit der er Vacherot immer wieder aus der Position brachte.
Warum Vacherots Aufschlag die Partie entschied
Vacherot war beim Aufschlag nicht nur schnell. Er suchte wiederholt Jódars Körper, nutzte seinen zweiten Aufschlag ins Feld und brauchte nur vier Aufschläge, um Jódar zunächst aus dem Gleichgewicht zu bringen. Im entscheidenden Tie-Break baute der Monegassen mit 3:0 eine Führung auf.
Jódar wehrte sich zurück und kam auf 5:4 heran. Nach einem langen Austausch legte er jedoch eine Kugel ins Netz. Vacherot lenkte ihn anschließend mit der Rückhand, verschaffte sich zwei Aufschlagpunkte und verwertete den ersten direkt. Damit war das Match beendet und Jódar ausgeschieden.
ABC.es beschreibt den entscheidenden Abschnitt als eine Folge von zwei Fehlern des Spaniers, die den Sieg nach dem 5:4 kosteten. El País nennt ebenfalls das 7:6(5) im letzten Satz und die Spielzeit von 2 Stunden und 32 Minuten. Die Quellen stimmen damit im entscheidenden Ergebnis überein.
Jódars Comeback-Muster und die Rolle des schwarzen Bandes
Der Spanier befindet sich erst am Anfang seiner Zeit in der höchsten Klasse. Nach Angaben von ABC.es hatte er bereits mehrere Male Situationen erlebt, in denen er sich nach einem verlorenen Satz zurückkämpfen musste. In Basel gelang ihm das zwar mit dem Satzgewinn und einer 4:1-Führung, der letzte Schritt blieb ihm jedoch versagt.
Ein persönliches Detail begleitete das Match: Jódar trug an seiner Schulter ein schwarzes Trauerband als Gedenken für die Opfer des Zugunglücks von Urda. Trotz dieser zusätzlichen Belastung fand er in einzelnen Spielphasen zurück und sorgte für einen langen, intensiven Tie-Break.
Was das Ergebnis über Jódars Aufschwung verrät
Der Ausgang ist enttäuschend, aber nicht ohne Bedeutung: Jódar zeigte in Basel, dass er die Geschwindigkeit gegnerischer Aufschläge von 220 km/h erfolgreich abwehren und auf die Richtung des über seinen Körper platzierten Balls reagieren konnte. Das verschaffte ihm einen deutlichen Satzgewinn und eine weitere Aufholjagd.
Offen blieb zugleich seine Schwäche in den entscheidenden Momenten. Nach dem 5:4 im Tie-Break kosteten ihn zwei Aufschläge in Folge den Sieg. Gegen einen Gegner wie Vacherot kann genau dieser Abschnitt entscheiden, ob ein gelungenes Comeback zum Erfolg führt oder am Ende nur als ungenutzte Chance im Protokoll festgehalten wird.
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