Airbus testet US-Kampfdrohne U740 Valkyrie
Airbus hat die US-Kampfdrohne U740 Valkyrie getestet und will für den Bundeswehr-Einsatz eine eigene KI-Software liefern. Was aus der Meldung hervorgeht – und was sie offen lässt.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Airbus testet US-Kampfdrohne U740 Valkyrie – KI-Software für die Bundeswehr.
2029 soll sie bei der Bundeswehr in Dienst gestellt werden – jetzt hat die US-Kampfdrohne U740 Valkyrie im September ihren Erstflug in Europa absolviert, gestartet von einer Testanlage in Nordeuropa. Das teilte der europäische Rüstungskonzern Airbus Defence and Space mit. Der Test ist der Auftakt für eine europäische Variante der Drohne, die mit eigener Software ausgestattet werden soll.
Start von der Rampe, Manöver bis Mach 0,8
Beim Flug seien „alle gesetzten Ziele erreicht" worden, so Airbus. Die Drohne startete startbahnunabhängig von einer Rampe und absolvierte Manöver in verschiedenen Höhen und Geschwindigkeiten von bis zu Mach 0,8. Eine zentrale Komponente fehlte allerdings noch: das europäische Missionssystem Mars, das Airbus der US-Plattform spendieren will.
Die U740 Valkyrie im Überblick
Die Drohne basiert auf der XQ-58 Valkyrie des US-Herstellers Kratos Defense & Security Solutions. Sie ist 9,1 Meter lang, hat eine Spannweite von 8,2 Metern und wiegt beim Abflug maximal etwa drei Tonnen. Im Einsatz fliegt sie in 45.000 Fuß – rund 13,7 Kilometern Höhe – und kommt über 5.000 Kilometer weit. An Bord sind ein interner Waffenschacht und Laststationen unter den Tragflächen.
Im Verbund mit dem Eurofighter, nicht im Alleingang
Die Valkyrie kann zwar autonom operieren – die Bundeswehr plant ihren Einsatz aber als „Collaborative Combat Aircraft" (CCA), im Verbund mit einem bemannten Kampfjet wie dem Eurofighter, der die Mission führt. Das soll die Schlagkraft der Luftwaffe erhöhen und Reichweite, Feuerkraft sowie Überlebensfähigkeit des bemannten Jets vergrößern.
Mars: das „europäische Gehirn"
Airbus will die US-Plattform mit dem eigenen Missionssystem „Multi-platform Autonomous Reconfigurable and Secure" (Mars) ausstatten. Laut Airbus gewährleistet Mars „die vollständige Kontrolle über Software, Missionsanwendungen, -daten sowie -systemhardware" und ermöglicht „deutsche und europäische Souveränität beim operativen Einsatz". Beim europäischen Erstflug war Mars allerdings noch nicht an Bord. Den nächsten Testflug will Airbus laut Spiegel Anfang kommenden Jahres durchführen – dann mit Mars installiert.
„Durch die Kombination der bewährten Flugzeugzelle von Kratos als ‚Program of Record' mit dem europäischen Missionssystem von Airbus können wir bis zum Ende des Jahrzehnts ein robustes, souveränes, bezahlbares und einsatzbereites CCA-System anbieten. Die Valkyrie wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, bemannte Kampfflugzeuge wie den Eurofighter mit größerer Reichweite, Feuerkraft und Überlebensfähigkeit auszustatten."
Was das für die Beschaffung bedeutet
Wenn du die Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr im Blick hast, ist die Konstellation bemerkenswert: Die Flugzeugzelle kommt aus den USA, das „Gehirn" der Drohne aus Europa. Die Hoheit über Missionssoftware und sensible Funktionen liegt damit bei Airbus – nicht beim Plattformhersteller Kratos. Bis Ende des Jahrzehnts soll daraus laut Airbus ein einsatzbereites CCA-System werden.
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