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Zum ersten Mal fuhr ein Serienauto schneller als 500 km/h

Der BYD Yangwang U9 Xtreme hat nahe Abu Dhabi 503,17 km/h erreicht und damit einen Weltrekord für Serienautos aufgestellt. Ein deutscher Rennprofi steuerte das E-Auto – nach einem zuvor gescheiterten Rekordversuch in China.

4 Min. Lesezeit
Zum ersten Mal fuhr ein Serienauto schneller als 500 km/hAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert BYD Yangwang U9 Xtreme: 503,17 km/h nahe Abu Dhabi.

503,17 km/h nahe Abu Dhabi: Diese Zahl erreichte der Yangwang U9 Xtreme am 1. November. Der vollelektrische Sportwagen aus dem Hause BYD wurde damit laut den übereinstimmenden Berichten von DER SPIEGEL und Manager Magazin zum schnellsten Serienauto der Welt.

Das war nicht einfach eine weitere hohe Geschwindigkeit auf einer Teststrecke. Basseng steuerte den Yangwang U9 Xtreme über 500 Kilometer pro Stunde. Der Lauf brachte dem chinesischen Konzern zwei Guinness-Rekorde ein: den für das schnellste Elektroauto der Welt und den für das schnellste Serienauto überhaupt.

Der Rekord fand auf einer sieben Kilometer langen Geraden statt

Der genaue Ort

Die Rekordfahrt fand nicht auf einem abgesperrten Rennkurs, sondern auf der Sheikh Khalifa Bin Zayed International Road statt. Die Straße gehört zur Autobahn E11 und liegt in der Region Dhafra im Emirat Abu Dhabi. Für den Versuch wurde ein zehn Kilometer langer Straßenabschnitt gesperrt. Darin lag eine sieben Kilometer lange Gerade.

Laut der emiratischen Zeitung „The National“ ist auf dieser Strecke regulär Tempo 160 erlaubt. Der Rekordversuch wurde nach Angaben der FIA in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und unter Einbindung des Automobil-Dachverbands durchgeführt. Er dauerte zwei Tage.

Die Abstimmung vor dem erfolgreichen Lauf

Am 31. Oktober fanden zunächst zwei Versuche statt. Dabei erreichte der Yangwang U9 Xtreme eine Höchstgeschwindigkeit von 490 km/h. Das Ergebnis lag also noch zehn Kilometer pro Stunde unter der Marke von 500 km/h.

Die Ingenieure passten danach die Aerodynamik, die Fahrwerksabstimmung und den Reifendruck an. Am 1. November folgten zwei weitere Fahrten. Die zweite dieser Fahrten brachte den neuen Weltrekord von 503,17 km/h hervor.

Ein Video in sozialen Netzwerken zeigt, wie die Geschwindigkeit des Autos nach etwa zwei Minuten kurzzeitig über 500 km/h liegt. Basseng jubelt über seinen Erfolg. Innerhalb von 30 Sekunden bremst er das Fahrzeug anschließend ab.

Marc Basseng hatte bereits einen eigenen Rekord von 496,22 km/h

Der Fahrer

Am Steuer saß Marc Basseng, ein deutscher Rennfahrer. Er war bereits selbst an einem relevanten Rekord beteiligt: Im September 2025 fuhr er ebenfalls mit einem Yangwang U9 auf einem Testgelände in Papenburg in Niedersachsen bis zu 496,22 km/h. Der Abu-Dhabi-Lauf durchbrach diese persönliche Bestmarke um 6,95 km/h.

Der Vergleich macht den Abstand zur Grenze deutlich. Basseng lag mit 496,22 km/h noch 3,78 km/h unter der Marke von 500 km/h. In Abu Dhabi waren es am Ende 503,17 km/h. Die entscheidende Rekordfahrt fand damit erst nach einem vorherigen Höchstwert von 490 km/h und einer technischen Anpassung statt.

Für die Rekordstatistik heißt das: Der Yangwang U9 Xtreme ist das erste serienmäßig produzierte Fahrzeug, das mit 503,17 km/h über 500 km/h kam. Gleichzeitig war es das schnellste Elektroauto der Welt. Die FIA bestätigte den Erfolg; die beiden zitierten Berichte übernahmen diese Angaben.

Ein gescheiterter China-Versuch lag nur wenige Tage zurück

Der Crash in China

Der Erfolg in Abu Dhabi war nicht der erste Versuch, die 500-km/h-Marke mit dem Yangwang U9 Xtreme zu erreichen. Wenige Tage zuvor war ein Exemplar des Modells auf einer Rennstrecke in China in eine Leitplanke gekracht.

Der Fahrer überlebte den Unfall unverletzt und stieg selbstständig aus dem Wrack aus. Laut den Berichten soll das Auto bei diesem Crash mit 420 bis 450 km/h gefahren sein. Auch diese Fahrt diente der Jagd nach der Tempo-500-Marke.

Der Vergleich macht die Leistung des Abu-Dhabi-Laufs noch nachvollziehbarer. Auf der chinesischen Rennstrecke war der Wagen mit 420 bis 450 km/h unterwegs und prallte gegen die Leitplanke. In der Emirat-Region Dhafra erreichte derselbe Fahrzeugtyp nach technischen Anpassungen 503,17 km/h.

Ein Video des Unfalls soll BYD selbst auf der chinesischen Plattform Weibo hochgeladen haben. Für die Rekordgeschichte heißt das: Der Yangwang U9 Xtreme hat nicht nur eine Marke erreicht. Er hat sie nach einem Unfall in China, einer ersten Runde mit 490 km/h und gezielten Anpassungen an Aerodynamik, Fahrwerk und Reifendruck um 3,17 km/h überboten.

Mehr als 3000 PS und eine Nordschleifen-Bestzeit

Der Antrieb

Der Yangwang U9 Xtreme ist eine Weiterentwicklung des seit 2024 produzierten U9. Laut der Mitteilung an die FIA treibt ihn eine Weiterentwicklung des seit 2024 produzierten U9 an: vier unabhängige Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 3.000 PS.

Der Wagen hält außerdem eine weitere Bestmarke. Auf der Nordschleife des Nürburgrings erzielte der Yangwang U9 Xtreme eine Rundenzeit von 6 Minuten und 59,157 Sekunden. Das ist die niedrigste Rundenzeit für elektrisch angetriebene Serienfahrzeuge.

Die Abu-Dhabi-Fahrt macht daraus einen doppelten Rekordtag: 503,17 km/h im höchsten Tempo und 6:59,157 Minuten auf der Nordschleife. Der Yangwang U9 Xtreme ist damit nicht nur das schnellste Serienauto, sondern hält zugleich den Rekord für die schnellste elektrische Serienlimousine der Welt.

Quellen

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