Dritter Jahrestag des 7. Oktober: Berlin gedenkt der Hamas-Opfer
Bundeskanzler Merz, Innenminister Dobrindt und Bundestagspräsidentin Klöckner haben in Berlin der Opfer des Hamas-Terrors gedacht. Israels Botschafter Ron Prosor forderte eine Offensive gegen Antisemitismus.
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Drei Jahre nach dem Massaker der Hamas haben in Berlin Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner gemeinsam der Opfer gedacht. Bei einer Gedenkfeier anlässlich des dritten Jahrestags des 7. Oktober 2023 mahnten sie laut einem Bericht der Zeit einen entschlossenen Kampf gegen Judenhass an. Mit ihnen auf der Bühne: der israelische Botschafter Ron Prosor.
Damit steht die Gedenkfeier in einer Reihe mit den jährlichen Veranstaltungen zum Jahrestag des Überfalls, bei dem die Hamas und andere Gruppen am 7. Oktober 2023 israelische Grenzorte angegriffen und Geiseln genommen hatten. In Israel erinnern seither landesweite Zeremonien an die rund 1.200 Getöteten und die Verschleppten, deren Schicksal bis heute die Politik in Jerusalem, Washington und Brüssel beschäftigt.
Israels Botschafter Prosor nutzte die Berliner Gedenkfeier für eine deutliche Forderung. Er rief zu einer „Offensive gegen Antisemitismus“ auf — ein Wort, das in Berlin seit den Protesten nach dem Überfall wiederholt fällt und das die Bundesregierung mit der im Sommer 2025 novellierten Antisemitismus-Strategie beantwortet hat. Die Spitzenpolitiker der schwarz-roten Koalition stellten sich mit ihrer Teilnahme bewusst an die Seite der israelischen Vertretung.
Was die Mahnung konkret bedeutet
Der Kampf gegen Antisemitismus ist in Deutschland seit 2023 Chefsache. Bundesinnenminister Dobrindt hatte im Frühjahr 2025 verschärfte Auflagen für ausländische Finanzströme in antisemitische Strukturen angekündigt; Bundestagspräsidentin Klöckner setzt sich im Parlament für eine konsequente Erinnerungskultur ein. Kanzler Merz nutzt Gedenkveranstaltungen wie diese regelmäßig, um die Linie der Bundesrepublik gegenüber der israelischen Seite zu unterstreichen — auch vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Nahen Osten.
Einordnung: Jährlicher Gedenkrhythmus
Die Gedenkfeier reiht sich ein in den Rhythmus aus Yom HaShoah (Holocaust-Gedenktag), dem Gedenken an die Opfer der Anschläge von 1972 und dem wachsenden Platz, den der 7. Oktober im deutschen Erinnerungskalender einnimmt. Für dich heißt das: Wer wissen will, wie die Bundesregierung das Verhältnis zu Israel gewichtet, findet in den Reden solcher Termine die deutlichsten Aussagen — oft deutlicher als in Pressekonferenzen.
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