Neue Boox Note Air6 C: E-Ink-Tablet mit Android 16 im Test

Frandroid hat die Boox Note Air6 C unter die Lupe genommen – ein E-Ink-Tablet, das diesmal mit Android 16 läuft. Was du aus dem Test mitnehmen kannst.

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Neue Boox Note Air6 C: E-Ink-Tablet mit Android 16 im TestAI MODIFIED

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Boox Note Air6 C im Test: E-Ink-Tablet mit Android 16.

579,99 Euro, 10,3 Zoll, Android 16 und ein magnetisch anklippbarer Stift: Die Boox Note Air6 C ist das aktuelle Flaggschiff des chinesischen Herstellers Onyx – und zum Testzeitpunkt das einzige E-Ink-Tablet, das mit Googles aktuellem Betriebssystem läuft. Die französische Tech-Redaktion Frandroid hat das Gerät mehrere Wochen lang im Alltag benutzt und am Ende 9 von 10 Punkten vergeben.

Aluminium-Gehäuse, 440 Gramm schwer

Beim Auspacken ist die Note Air6 C sofort ein Hingucker. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, misst 225 x 192 mm, ist 5,8 mm dünn und wiegt 440 Gramm. Die linke Seite hat einen breiteren Rand, sodass das Tablet natürlich in der Hand liegt. Auf der Rückseite zieht sich ein orangefarbener Streifen quer durchs Gehäuse – eine Reminiszenz an das Gummiband eines klassischen Notizbuchs. Die Frandroid-Testerin zeigt sich vom Design und der Verarbeitung begeistert.

Ein Haken: Das Gehäuse ist nicht wasserdicht. Auf der linken Seite sitzen zwei Lautsprecher, deren Klang etwas schrill ausfällt, aber für Hörbücher oder Podcasts reicht. Daneben finden sich USB-C, ein Mikrofon und der Einschub für eine microSD-Karte. Oben liegt der Power-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor, dessen Zuverlässigkeit Frandroid als ausbaufähig beschreibt. Rechts sitzen die Lautstärketasten und die magnetische Stift-Halterung.

Farb-Display mit Wärme, aber blassem Schwarzweiß

Das 10,3-Zoll-Display nutzt die Kaleido-3-Technik und stellt 4.096 Farben dar. Die Auflösung liegt bei 2.480 x 1.860 Pixeln (300 ppi) in Schwarzweiß und 1.240 x 930 Pixeln (150 ppi) in Farbe. Im direkten Vergleich mit dem Kindle Scribe Colorsoft fallen die Farben satter und die Töne wärmer aus – für ein E-Ink-Display ein gutes Ergebnis.

Die Kehrseite: In Schwarzweiß wirkt der Hintergrund leicht grau, die Schwarzwerte sind weniger tief. Das Frontlicht wird damit fast unverzichtbar – und das drückt auf den Akku. Die Beleuchtung lässt sich in der Farbtemperatur von kalt bis ins Gelb-Warme regeln, ein Nachtmodus ist an Bord. Ghosting, also das Nachleuchten alter Bildinhalte, tritt auf, bleibt aber im Rahmen. Ein vollständiger Refresh lässt sich nach jedem Tastendruck oder erst nach 30 Tastendrücken auslösen.

Stift mit 4.096 Druckstufen, aber ohne Radierer

Der mitgelieferte Stift (Pen3) liegt mattiert in der Hand, hat ein angenehmes Gewicht und wird magnetisch an der Seite gehalten. Im Gehäuse verstecken sich drei Ersatzminen – einfach am Clip ziehen. Einen echten Radierer gibt es am Stift nicht; die Software bietet aber verschiedene Werkzeuge, um Striche per Lasso oder Gekritzel zu entfernen.

Das matte, randlose Display fühlt sich beim Schreiben weicher an als auf einem reMarkable, kommt aber nah an den Kindle Scribe heran. 4.096 Druckstufen sorgen für feine Abstufungen, die Reaktionszeit ist laut Frandroid gut. Die Handballen-Erkennung funktioniert zuverlässig.

Android 16 mit Play Store – offen, aber etwas überladen

Im Inneren arbeitet ein Acht-Kern-Prozessor (4 nm, bis zu 2,9 GHz) mit 6 GB RAM – das reicht für flüssiges Arbeiten im Alltag. Der interne Speicher ist mit 64 GB knapp bemessen, lässt sich aber per microSD auf bis zu 2 TB erweitern. WLAN läuft im Dualband, Bluetooth ist in Version 6.0 an Bord.

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist die Software: Android 16 mit voll integriertem Google Play Store. Du kannst also nicht nur Notizen machen und PDFs lesen, sondern auch die Kindle-App installieren und dort weiterlesen, wo du auf dem Ebook-Reader aufgehört hast. Google Drive, Docs und Gmail funktionieren ebenfalls. Wer will, wechselt zwischen Gestensteuerung und On-Screen-Buttons. Die Boox-Oberfläche ist mächtig – Wallpaper, Bildschirmschoner und System-Schrift sind anpassbar, die Einstellungen wirken aber anfangs überladen.

KI-Transkription trifft Handschrift, Akku hält eine Woche

Die Notes-App bringt Vorlagen von Karopapier bis Notenlinien und 16 Farben mit. Eine KI-Taste transkribiert Handschrift in getippten Text – laut Frandroid mit wenigen Fehlern, die eher an der eigenen Schrift lagen als an der Erkennung. Zusätzlich gibt es einen KI-Assistenten, der wahlweise auf OpenAI oder Gemini basiert.

Der Akku ist mit 3.700 mAh eher klein. In der Praxis hält die Note Air6 C etwa eine Woche durch – vorausgesetzt, das Frontlicht ist gedämpft, der Refresh moderat und WLAN im Standby aus. Von 10 auf 100 Prozent lädt das Tablet in 1,5 Stunden mit einem 40-Watt-Netzteil.

579,99 Euro – günstiger als die direkten Rivalen

Die Boox Note Air6 C kostet 579,99 Euro in Schwarz, der Stift ist dabei. Wer direkt bei Boox bestellt, bekommt die Stoff-Schutzhülle gratis dazu. Ein physisches Keyboard lässt sich für 109,99 Euro nachkaufen. Die direkten Konkurrenten: reMarkable Paper Pro und Kindle Scribe Colorsoft bei 649 Euro, die Vorgängerin Note Air5 C für 528 Euro.

Frandroid wägt am Ende ab: Die Note Air6 C ist kein perfektes Gerät – der Schwarzweiß-Kontrast schwächelt, die Akkulaufzeit könnte besser sein. Aber aus Aluminium-Gehäuse, offenem Android-System, flüssigem Stift und produktiver Notiz-App wird ein Gesamtpaket, gegen das reMarkable und Kindle mit ihren geschlosseneren Ökosystemen ankommen müssen. 9 von 10 Punkten.

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