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D-LBO bei der Bundeswehr: Was Pistorius’ „System funktioniert" wirklich bedeutet

Verteidigungsminister Pistorius sieht den neuen Digitalfunk des Heeres nach Gefechtstests auf Kurs, räumt aber Verzögerungen bei der Serienintegration ein. Nach einem Treffen mit sechs Rüstungsunternehmen spricht er von Fortschritten – und offenen Baustellen.

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D-LBO bei der Bundeswehr: Was Pistorius’ „System funktioniert" wirklich bedeutetAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Bundeswehr-Digitalfunk: Pistorius sagt „Das System funktioniert" – doch der Zeitplan gerät ins Rutschen.

„Das System funktioniert" – dieser Satz von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) klingt nach Entwarnung. Ist er aber nicht. Denn direkt nach dem Lob für den neuen Digitalfunk des Heeres räumt das Ministerium ein: Bei der Serienintegration der Funkgeräte läuft etwas schief. Der Zeitplan ist nach hinten gerutscht – und Pistorius hat deshalb Vertreter von sechs Rüstungsunternehmen an einen Tisch geholt, um das Projekt D-LBO (Digitalisierung landbasierter Operationen) wieder auf Kurs zu bringen.

Für dich heißt das: Das Prestigeprojekt der Bundeswehr, Soldaten, Fahrzeuge und Gefechtsstände digital zu vernetzen, ist technisch offenbar weiter als noch vor Monaten – aber zwischen erfolgreichem Test und ausgeliefertem Funkgerät in jedem Panzer klafft weiter eine Lücke. Genau in dieser Lücke entscheidet sich, ob die Truppe 2025/26 tatsächlich mit neuer Funktechnik übt – oder ob weiter alte Geräte mitfahren.

Worum es bei D-LBO eigentlich geht

D-LBO ist der Versuch, das Heer von analoger Insel-Kommunikation auf eine durchgängig digitale Funk- und Datenarchitektur umzustellen. Soldaten im Fahrzeug, die Schützenpanzer untereinander, Aufklärungsdrohnen und der Gefechtsstand sollen in Echtzeit dasselbe Lagebild sehen und miteinander sprechen können – über Funkgeräte, die deutlich mehr Daten transportieren als die alten SEM-Generationen.

Genau diese Umrüstung stockt. Das Verteidigungsministerium spricht selbst von „Herausforderungen", die Bundeswehr-Pressekonferenz nannte es eine „Bestandsaufnahme" mit der Industrie. Heißt im Klartext: Die Verantwortlichen schauen sich gemeinsam an, warum die Auslieferung der neuen Geräte hinter dem Plan zurückliegt – und was sich ändern muss.

Was Pistorius nach den Tests konkret sagt

Nach Einsatzerprobungen unter Realbedingungen zog Pistorius eine Doppelbilanz. Auf der einen Seite steht das, was er wörtlich so formulierte:

Das System funktioniert.

Quelle: dpa-AFX / Verteidigungsministerium

Die Tests unter Gefechtsbedingungen – also nicht im Labor, sondern im Feld – seien überzeugend gelaufen. Auf der anderen Seite aber liege die Serienintegration der Funkgeräte hinter dem Zeitplan, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Angaben aus dem Ministerium. Mit anderen Worten: Was im Demonstrator funktioniert, ist noch nicht in Serie stabil.

Wer am Tisch saß – und was die Industrie sagt

Pistorius traf sich nach Angaben der Bundeswehr mit Vertretern von sechs Rüstungsfirmen, die an D-LBO beteiligt sind. Auf Seiten der Bundeswehr ging es laut Bundeswehr-Meldung darum, „den Dingen auf den Grund zu gehen". Die Runde ist ein Signal: Berlin will das Projekt nicht schönreden, sondern mit Druck nachsteuern. Das Magazin cio.de spricht bereits offen davon, dass das „Digitalisierungsprojekt läuft nicht" – Pistorius selbst gibt dem mit dem Eingeständnis von Verzögerungen recht.

Was das für die Truppe bedeutet

Wenn die Serienintegration weiter rutscht, verzögert sich die flächendeckende Umrüstung der Kampf- und Führungsfahrzeuge. Übungseinheiten und die digitale Vernetzung im Verband bleiben dann zunächst auf Pilot- und Testeinheiten beschränkt – während der Rest der Truppe mit Vorgängersystemen übt. Pistorius bleibt gleichwohl optimistisch: Es gebe Fortschritte, „aber es hakt noch deutlich", formuliert es das Fachportal fmring.de in seiner Zusammenfassung. Du kannst dir das vorstellen wie ein Software-Update für eine ganze Flotte: Der Patch läuft im Labor, beim ersten Roll-out auf 1.000 Geräte klemmt es – und alle Beteiligten schauen zu, ob der zweite Anlauf sitzt.

Wie es jetzt weitergeht

Konkrete neue Liefertermine oder einen überarbeiteten Zeitplan hat das Ministerium in den vorliegenden Meldungen nicht genannt. Klar ist nur: Pistorius macht das Thema zur Chefsache, die Industrie ist eingebunden, und der politische Druck steigt – gerade weil D-LBO als „zum Erfolg verdammt" gilt, wie das Handelsblatt in einem früheren Hintergrund schrieb. Sobald neue Termine oder Auslieferungszahlen aus dem Ministerium kommen, wirst du es hier lesen.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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