Dating mit KI: Mehr als nur Nachrichtenschreiben

Fast 40 % der britischen Singles haben KI bereits für ihr Datingleben genutzt – vom Nachrichtenschreiben bis zur Einschätzung möglicher Partner.

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Dating mit KI: Mehr als nur NachrichtenschreibenAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert KI als Wingman: 39 % der Briten nutzen sie beim Dating.

Fast 40 % der britischen Singles haben bereits KI in ihrem Datingleben eingesetzt. Das ergab eine Umfrage unter 3.000 britischen Singles, die im aktuellen Monat von Match Group veröffentlicht wurde. Das Unternehmen ist Eigentümer der Plattformen Tinder und Hinge.

Damit ist die KI in vielen Fällen nicht nur ein Schreibprogramm für Nachrichten. Sie hilft den Befragten auch dabei, mögliche Partner einzuordnen oder über den Alltag beim Dating zu sprechen. Wer sich dafür interessiert, muss dabei nicht auf eine futuristische App hoffen: Google Gemini ist bereits im Alltag angekommen.

Ein Beispiel aus Stoke-on-Trent macht den Trend greifbar

Der 27-jährige Sam aus Stoke-on-Trent wurde auf unerwartete Weise zurückgewiesen. Nachdem seine Ex-Freundin scherzte, dass ihre Schwester ihn hässlich gefunden habe, bat er Google Gemini, sich das Foto anzusehen. Die KI widersprach der Frau höflich – und Sam nutzt sie seither als digitalen Wingman.

Der Alltagsnutzen

Für Sam bedeutet das konkret: Gemini schenkt ihm Motivation, hilft ihm beim Prüfen und Formulieren von Nachrichten und unterstützt ihn damit in der Suche nach einer neuen Beziehung. Aus einem einmaligen Test wurde also ein fortlaufender Begleiter. Die Meldung beschreibt damit keinen Einzelfall, der künstlich auf KI-Einsatz zugeschnitten wurde – der 27-Jährige steht für eine Entwicklung, die der Guardian bei vielen britischen Singles beobachtet.

Die kleine Anekdote wirkt auf den ersten Blick trivial. Genau darin liegt aber ihre Bedeutung für den Alltag: Viele Nutzerinnen und Nutzer müssen eine Antwort nicht mehr allein formulieren. Statt eine Nachricht ungefiltert zu versenden, lassen sie sich helfen, sie zu bewerten oder auf eine bestimmte Wirkung vorzubereiten.

Was die Umfrage über den Einsatz von KI verrät

Die wichtigste Zahl

Der zentrale Befund ist die Quote von 39 %. Sie bezieht sich auf eine von Match Group veröffentlichte Umfrage unter 3.000 britischen Singles. Damit ist der Einsatz von KI im Dating kein Randphänomen einzelner technikaffiner Nutzerinnen und Nutzer, sondern betrifft einen merklichen Teil der befragten Singles.

Die genannten Einsatzfelder reichen von romantischem Rat über das Schreiben von Nachrichten bis hin zur Einschätzung potenzieller Partner. Das passt zu Sams Erfahrung: Er nutzt Google Gemini nicht für eine einzelne technische Frage, sondern für mehrere Seiten seines Datingprozesses.

Was die Zahlen nicht beantworten

Die Meldung nennt die konkreten KI-Anwendungen und die Größe der Stichprobe. Sie sagt jedoch nicht, ob die KI-Hilfe zu besseren Ergebnissen geführt hat, wie die Befragten den Einsatz bewerten oder ob sie ihre Entscheidungen tatsächlich an die KI abgegeben haben. Aus dem Einsatz beim Nachrichtenschreiben lässt sich deshalb nicht automatisch ableiten, dass ein Match entstanden ist oder eine Beziehung erfolgreicher verläuft.

Ebenso wichtig ist die Differenz zwischen Beratung und Automatisierung. In Sams Fall assistiert Gemini, er handelt. Die KI bewertet eine Nachricht oder ein Foto, aber die Entscheidung über den nächsten Schritt bleibt bei ihm. Der Guardian liefert damit ein anschauliches Beispiel für eine Zusammenarbeit, bei der menschliche Urteilskraft und technische Unterstützung Hand in Hand arbeiten.

Warum das für dein eigenes Datingleben relevant ist

Wenn du bisher Nachrichten selbst formulierst und potenzielle Partner anhand von Fotos oder Nachrichten einschätzt, kann die 39-%-Zahl zeigen, dass du mit dieser Strategie nicht allein bist. Gleichzeitig liefert Sams Beispiel einen konkreten Hinweis darauf, wo KI bereits eingesetzt wird: beim Formulieren, beim Prüfen und beim emotionalen Auftanken vor oder nach einer Interaktion.

Für dich ist das keine Aufforderung, dein Dating vollständig an eine KI abzugeben. Es ist eher ein Anlass, den eigenen Umgang mit digitalen Helfern zu prüfen. Schreibst du Nachrichten ohne Unterstützung? Lässt du Bilder oder verfasste Nachrichten bewerten? Und welche Entscheidungen willst du auf keinen Fall an ein automatisiertes System abgeben?

Die Meldung liefert keine abschließende Antwort auf die Frage, ob KI das Dating besser macht. Sie zeigt aber, dass der Wandel bereits angekommen ist: In Großbritannien setzen 39 % der befragten Singles KI im Dating ein, und Sam aus Stoke-on-Trent nutzt Google Gemini als Wingman. Mehr über die aktuellen Erfahrungen und Hintergründe der britischen Singles findest du in der Originalmeldung des Guardian.

Quellen

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