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CDU-Mailkonto gekapert: 6.500 Phishing-Mails verschickt – auch Merz betroffen

Hacker haben ein Mailkonto der CDU übernommen und rund 6.500 Phishing-Nachrichten verschickt – auch Bundeskanzler Friedrich Merz war unter den Empfängern. Die Mails wirkten laut t3n täuschend echt, Hintergründe sind noch offen.

2 Min. Lesezeit
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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert CDU-Mailkonto gekapert: 6.500 Phishing-Mails verschickt – auch Merz betroffen.

Du öffnest dein Postfach, eine Nachricht mit offiziellem Absender liegt drin – CDU-Logo, plausible Signatur, ein kurzer Text. Du klickst auf den Link. Genau in diese Falle sollten offenbar zahlreiche Empfänger:innen gelockt werden.

Wie das Magazin t3n berichtet, haben Unbekannte ein Mailkonto der CDU übernommen und von dort aus rund 6.500 Phishing-Nachrichten in Umlauf gebracht. Zu den Empfängern zählte demnach auch Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Mails wirkten dem Bericht zufolge „echt" und richteten sich gezielt an Politiker:innen – Absender, Aufbau und Tonalität sollten offenbar Vertrauen erzeugen.

Damit ist klar, was die Welle war – ein gezielter Phishing-Versuch aus einem realen CDU-Postfach heraus, nicht aus einer beliebigen Domain. Was die Aktion inhaltlich erreichen sollte, deutet t3n im Teaser als noch nicht abschließend beantwortet an.

Was bisher aus dem Bericht hervorgeht

Gesichert sind drei Punkte: Ein internes CDU-Postfach wurde kompromittiert. Daraus lief eine Welle von 6.500 Nachrichten. Mindestens eine davon erreichte das Postfach von Friedrich Merz. Die Mails trugen offenbar so viel offiziellen Anstrich, dass Empfänger:innen in die „Falle locken" werden sollten – Phishing-typisches Vorgehen, nur eben aus einer besonders vertrauenswürdigen Quelle.

Offen bleibt im Auszug: Welche Inhalte genau versendet wurden – klassisches Daten-Phishing per Link, Schadsoftware im Anhang, eine gefälschte Login-Seite – und auf welchem Weg das Konto überhaupt übernommen wurde. Auch eine offizielle Stellungnahme der CDU, des Bundespresseamts oder des BSI ist im vorliegenden Bericht nicht dokumentiert. t3n signalisiert mit der Schlussfrage „Was sie damit erreichen wollten", dass die Recherche noch weitergeht.

Warum ein gekapertes Postfach gefährlicher ist als normaler Spam

Mails aus einer bekannten Domain senken die Wachsamkeit automatisch. Spam-Filter greifen bei vertrauenswürdigem Absender weniger streng, der erste Reflex beim Lesenden wandert Richtung Klick statt Check. Genau diesen Effekt nutzen Angreifer, wenn sie ein offizielles Postfach übernehmen – und sie gewinnen gleichzeitig mehr Spielraum.

Wer das Konto einmal kontrolliert, kann aus dem gleichen Postfach Folgemails schicken, weitere Kontakte gezielt ansprechen oder gesendete Korrespondenz auswerten. Welche dieser Stufen bei der CDU-Welle tatsächlich zum Tragen kamen, ist nicht öffentlich dokumentiert – genau diesen Punkt greift t3n mit der Frage auf, was die Angreifer mit der Aktion erreichen wollten.

Was das für dich bedeutet

Du musst nicht im politischen Berlin arbeiten, um in eine vergleichbare Falle zu tappen. Auch öffentliche Stellen, Verbände, Vereine oder Arbeitgeber können Ziel solcher Angriffe werden – und du bekommst dann eine Mail, die aussieht, als käme sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Was in solchen Fällen schnell hilft: Ziel-URL vor dem Klick prüfen (mit der Maus über den Link fahren genügt), bei Aufforderungen zu schnellen Eingaben lieber einmal telefonisch beim Absender nachfragen statt auf die Mail reagieren – und verdächtige Nachrichten aus realen Postfächern an die zuständige Meldestelle weiterleiten.

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Quellen

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