Kühlregale leer, Ware vernichtet: Hackerangriff auf Hunderte Supermärkte in Frankreich
Bei einem Cyberangriff auf Hunderte Supermärkte in Frankreich wurden die Kühlanlagen abgeschaltet. Die betroffenen Läden mussten sämtliche Kühl- und Tiefkühllebensmittel wegwerfen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Cyberangriff in Frankreich: Hacker schalten Kühlanlagen von Hunderten Supermärkten ab.
In Frankreich sind nach einem Cyberangriff die Kühlanlagen von Hunderten Supermärkten ausgefallen. Die betroffenen Läden mussten sämtliche Kühl- und Tiefkühllebensmittel wegwerfen — wie viel Ware das in Summe ist, ist derzeit nicht bekannt.
Wie die Zeitung Le Monde berichtet, griffen die Angreifer gezielt in die Kühlkette ein: Die industriellen Kühlsysteme der Filialen wurden großflächig abgeschaltet, während der Geschäftsbetrieb noch lief. Damit trafen sie eine empfindliche Stelle im Lebensmittelhandel — ausgerechnet die Anlagen, die verderbliche Ware frisch halten sollen.
Welche Märkte sind betroffen?
Der Bericht nennt Filialen der Handelsketten Intermarché und Coopérative U. Die Steuerung der Kühlsysteme lief demnach über Komponenten des dänischen Herstellers Danfoss, einem Anbieter industrieller Regelungstechnik für Kälte- und Klimaanlagen. Das deutet darauf hin, dass die Hacker nicht die Kassen oder Büro-IT der Supermärkte selbst angriffen, sondern die dahinterliegende Industriesteuerung.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Wer in einer der betroffenen Filialen einkaufen will, findet vorerst leere Kühlregale. Den finanziellen Schaden — vernichtete Lebensmittel, entgangener Umsatz, IT-Forensik — trägt zunächst die Handelskette.
Ob die Angreifer Lösegeld forderten, welche Motive hinter dem Angriff stecken und wer dahintersteckt, ist derzeit nicht bekannt. Auch die genaue Zahl der betroffenen Filialen nennt der Bericht nicht.
Warum ist die Kühlung ein lohnendes Ziel?
Industrielle Kühlanlagen sind heute vollständig vernetzt: Temperatursensoren, Kompressoren und Alarmsysteme kommunizieren über das Internet mit den Herstellern und Haustechnikern. Genau diese Schnittstelle haben die Angreifer nach derzeitigem Stand genutzt. Während klassische Cyberangriffe meist auf Daten oder Kassen zielen, steht hier ein physischer Prozess auf dem Spiel — und damit die Lebensmittelsicherheit Tausender Kunden.
Mit dem Angriff auf die Kühlkette haben die Hacker eine Seite der Lebensmittelversorgung getroffen, die im Alltag unsichtbar bleibt — bis sie ausfällt.
Originalbericht: Le Monde, wiedergegeben von Zeit.de
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