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350 Millionen Euro für grünes Kerosin: Warum Schwedt jetzt auf der Kippe steht

Nach dem Ende eines Joint Ventures ist die Zukunft der geplanten E-Kerosin-Anlage auf dem PCK-Gelände in Schwedt ungewiss. Das Bundeswirtschaftsministerium hält an dem Vorzeigeprojekt fest – 350 Millionen Euro Förderung stehen im Raum.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert 350 Millionen Euro für grünes Kerosin: Was in Schwedt noch offen ist.

Im Mai 2026 stand Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Schwedt und sprach von einem Vorzeigeprojekt: 350 Millionen Euro Fördergeld sollten auf das Gelände der PCK-Raffinerie fließen, damit dort synthetisches Kerosin für die Luftfahrt hergestellt wird. Fünf Monate später ist genau das, was als Leuchtturm präsentiert wurde, zur offenen Frage geworden. Nach dem Ende eines Joint Ventures bleibt unklar, wie es mit der Anlage konkret weitergeht.

Dabei war der Plan zunächst klar. Das Unternehmen Concrete Chemicals wollte auf dem Raffineriegelände in der Uckermark, im Nordosten Brandenburgs, eine Anlage für E-SAF – also synthetisches Flugbenzin – hochziehen. Die Förderzusage über rund 350 Millionen Euro galt als zentraler Baustein, um die finale Investitionsentscheidung abzusichern, sobald Brüssel zustimmt.

Was die Ministerin im Mai angekündigt hatte

Bei ihrem Besuch in Schwedt hatte Reiche die Fördermittel persönlich verkündet. Das Projekt wurde als Beitrag zum klimaneutralen Fliegen eingeordnet – und als industrielles Signal für den Standort, der nach dem Wegfall russischer Öl-Lieferungen ohnehin unter Druck steht. Das Wirtschaftsministerium erklärte dazu auf Anfrage, die Förderung sei an die Bedingung geknüpft, dass die beteiligten Unternehmen die Fördervoraussetzungen erfüllen. Solange das der Fall sei, könnten die Mittel weiter fließen.

Im Juli 2026 hatte der rbb bereits berichtet, dass die Zukunft des Projekts ungewiss sei. Damals hieß es aus dem Ministerium, die Förderung sei „bislang nicht vom Tisch“ – vorausgesetzt, die Unternehmen liefern die nötigen Voraussetzungen. Eine endgültige Entscheidung über den Bau der Anlage war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefallen.

Was sich seitdem geändert hat

Was zwischen Juli und Oktober 2026 konkret passiert ist, berichten die vorliegenden Quellen nicht im Detail. Fest steht nur: Das Joint Venture, über das das Projekt offenbar organisiert war, ist beendet. Damit fehlt derzeit die Struktur, in der die Förderung wirksam werden könnte. Auf Nachfrage erklärte das Bundeswirtschaftsministerium laut dpa-Berichten lediglich:

Das Projekt wird weiter verfolgt.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium (dpa)

Das ist eine Bestätigung, dass die Tür nicht zugeschlagen ist – aber keine Antwort darauf, wer künftig baut, wer beteiligt ist und wann die 350 Millionen Euro tatsächlich abgerufen werden.

Was das für den Standort Schwedt bedeutet

Schwedt ist seit Jahren ein Symbolstandort für die Energietransformation im Osten Deutschlands. Die PCK-Raffinerie gehört mehrheitlich Rosneft, was die Suche nach neuen Eigentümern und Investoren politisch aufgeladen hat. Eine zusätzliche E-Kerosin-Anlage wäre ein weiteres Standbein gewesen – unabhängig vom klassischen Kraftstoffgeschäft. Wenn das Joint-Venture-Modell jetzt wegfällt, ist offen, ob ein neuer Konsortialpartner einspringt oder ob Concrete Chemicals die Anlage im Alleingang stemmen muss. Beides wäre mit eigenen Risiken und Zeitverlusten verbunden.

Für dich heißt das: Die Förderzusage existiert formal weiter, das Geld ist aber nicht ausgegeben. Solange kein neuer Projektträger feststeht, bleibt die Anlage ein Stück Papier – und das Vorzeigeprojekt der Ministerin vorerst eine Ankündigung.

Quellen

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