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Spaniens Inflation stagniert – Tourismus bleibt Gegenpol

Die spanische Inflation bleibt im Oktober bei 4,9 %. Weniger teure Kraftstoffe und ein geringerer Preisanstieg bei Lebensmitteln bremsen den Anstieg, während der Tourismus die Entwicklung abmildert.

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Spaniens Inflation stagniert – Tourismus bleibt GegenpolAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Spaniens Inflation bleibt bei 4,9 % – Oktober im Check.

Am 30. Oktober 2026 veröffentlichte das spanische Statistikamt INE eine vorläufige Schätzung für Oktober. Die jährliche Inflationsrate liegt damit bei 4,9 % – unverändert gegenüber September, aber auf dem höchsten Niveau seit Februar 2023. Damit endet eine Reihe von drei Monaten mit steigenden Jahresraten.

Wichtig für die Einordnung ist der Unterschied zwischen den beiden Zeitfenstern: Von September auf Oktober stiegen die Preise um 0,6 %. Das ist sogar 0,3 Prozentpunkte mehr als im September. Die Stabilität bei 4,9 % bezieht sich also auf den Vergleich mit dem Vorjahr. Gleichzeitig accumiert der monatliche Anstieg nun neun Monate in Folge.

Damit liefert der Bericht zwei Signale zugleich: Auf Monatsbasis bleibt der Preisauftrieb vorhanden. Im Jahresvergleich fällt die Inflation dagegen nicht weiter. Vor allem die günstigeren Kraftstoffe verhindern in diesem Oktober einen noch höheren Wert.

Warum günstigere Kraftstoffe die Rate auf 4,9 % halten

Der Kraftstoffmarkt kehrt die Vorjahresentwicklung um

Die Preise für Kraftstoffe und Schmierstoffe für Personenkraftwagen gingen im Oktober zurück, während sie im gleichen Monat des Vorjahres gestiegen waren. Genau diese Umkehr mindert den Beitrag des Kraftstoffmarkts zur Inflation. ABC berichtet, dass die im Oktober gewährten Rabatte den Anstieg der Teuerung gebremst haben.

Bei Diesel war der Rabatt im gesamten Oktober auf 20 Cent je Liter ausgeweitet. Für Benzin galt weiterhin eine Ermäßigung von 5 Cent je Liter. Damit lagen beim Benzin zwar günstigere Bedingungen als beim Diesel vor, der höhere Dieselrabatt trug jedoch entsprechend zur preisdämpfenden Wirkung bei.

Die Entwicklung zeigt zugleich, weshalb der Blick auf die Jahresrate nicht reicht. Kraftstoffpreise können innerhalb eines Monats sinken, während die Preise anderer Warengruppen steigen. Genau diese gemischte Bewegung erzeugt die trotz hoher Teuerung unveränderte Jahresrate.

Lebensmittel und Kleidung steigen langsamer

Auch Lebensmittel trugen im Oktober weniger zur Teuerung bei als ein Jahr zuvor. Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke stiegen zwar, aber weniger stark als im Oktober 2025. Bei der Kleidung verlief die Entwicklung ähnlich. Auch hier war der Anstieg geringer als im vergleichbaren Monat des Vorjahres.

Expansión nennt neben den Kraftstoffen vor allem den geringeren Anstieg bei Lebensmitteln als Grund dafür, dass die Gesamtquote nicht weiter über 4,9 % stieg. Die Bewegung ist also nach wie vor uneinheitlich: Bei zwei wichtigen Kostengruppen verlangsamte sich der Preisanstieg, während andere Bereiche weiter für Aufwärtsdruck sorgten.

Tourismus, Gas und flüssige Kraftstoffe bremsen die Abkühlung

Pauschalreisen blieben relativ teuer

Die Preise für Tourismuspakete sanken im Oktober ebenfalls. Sie gingen jedoch weniger stark zurück als im Oktober 2025. In der Folge kompensierte dieser Bereich einen Teil der preisdämpfenden Wirkung von Kraftstoffen und Lebensmitteln. Für die Gesamtrate heißt das: Reisen wurden im Monatsvergleich zwar günstiger, der Rückgang war gegenüber dem Vorjahr aber geringer als ein Jahr zuvor.

Zusätzlich belasteten laut den Berichten zwei weitere Positionen die Entwicklung. Bei Gas stiegen die Preise stärker als ein Jahr zuvor. Auch flüssige Kraftstoffe legten im Oktober zu, während sie im gleichen Monat des Vorjahres gefallen waren. Das ist der Gegenpol zur Entwicklung bei den Kraftstoffen und Schmierstoffen für Personenkraftwagen.

Für dich heißt das: Ein günstigerer Tankstellenpreis und niedrigere Pauschalreisekosten bedeuten nicht automatisch, dass der gesamte Warenkorb schneller billiger wird. Die 4,9 % beschreiben einen gemischten Preisanstieg. Kraftstoffe und Lebensmittel dämpfen ihn, Tourismus, Gas und flüssige Kraftstoffe wirken in die andere Richtung.

Die 3,1 % zeigen einen niedrigeren, aber weiterhin vorhandenen Preisdruck

Der Kern ohne unbearbeitete Lebensmittel und Energie

Das INE schätzt die zugrunde liegende Inflation für Oktober auf 3,1 %. Diese Kennzahl lässt unbearbeitete Lebensmittel und Energieprodukte aus dem Warenkorb. Sie liegt damit 1,8 Prozentpunkte unter dem Gesamtindex und auf dem Niveau von März 2024.

Der Abstand ist für die Planung relevant: Der Gesamtindex wird unter anderem durch Energie und unbearbeitete Lebensmittel beeinflusst. Die 3,1 % zeigen, dass die Preiserhöhungen im übrigen Warenkorb geringer ausfallen. Sie sind aber nicht verschwunden.

Auch beim harmonisierten europäischen Preisindex IPCA liegt die Jahresrate bei 4,9 %. Gegenüber September sinkt sie um 0,1 Prozentpunkt. Die monatliche IPCA-Veränderung beträgt 0,5 %; die zugrunde liegende IPCA-Rate wird ebenfalls auf 3,1 % geschätzt.

Die jetzigen Werte sind vorläufig. Das INE will die endgültigen IPC-Daten für Oktober am 13. November veröffentlichen. Bis dahin steht fest: Der Jahreswert bleibt bei 4,9 %, der monatliche Preisanstieg beschleunigt sich auf 0,6 %, und die Entlastung kommt vor allem vom Kraftstoffmarkt.

Quellen

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