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Instagram-Deal für YouTuber: Was wirklich feststeht

Instagram bietet ausgewählten YouTubern bis zu 500.000 US-Dollar an, um Inhalte im neuen horizontalen Langformat „Features“ zu veröffentlichen. Der maximale Betrag ist allerdings kein allgemeiner Marktpreis.

3 Min. Lesezeit
Instagram-Deal für YouTuber: Was wirklich feststehtAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Instagram zahlt YouTubern bis zu 500.000 US-Dollar: Der Deal-Check.

Eine Nachricht von 500.000 US-Dollar klingt nach einem neuen Standard für YouTuber. Tatsächlich richtet sich das Angebot an ausgewählte Creator, die Instagram bereits vor dem Start des horizontalen Langformats überzeugen will. Genau diese Einschränkung ist für dich wichtig: Der genannte Maximalbetrag sagt wenig über den Preis aus, den die meisten YouTuber bekommen.

Die Plattform gehört zu Meta und setzt damit auf das Format, mit dem bisher vor allem YouTube erfolgreich ist. Bei Instagram trägt das neue Format den Namen „Features“. Es ist horizontal ausgerichtet und für längere Videos gedacht.

Wir tragen deshalb zusammen, was über die Summen, die Zielgruppe und die strategische Bedeutung des Angebots bekannt ist – und wo die Quelle Tubefilter keine Details nennt.

Bis zu 500.000 US-Dollar: Bestätigt ist nur der maximale Rahmen

Die Schlagzahl von 500.000 US-Dollar stammt aus einem Bericht von Tubefilter, der dafür Business Insider als Quelle nennt. Instagram habe einigen YouTubern angeboten, für Beiträge im neuen Langformat „Features“ bis zu dieser Summe zu zahlen.

Entscheidend ist das Wort „bis zu“. Es bezeichnet eine Obergrenze, nicht den regulären Preis. Noch enger wird das Angebot durch die Formulierung, dass Instagram ausgewählte YouTuber angesprochen hat. Damit richtet sich die Kampagne nicht an die gesamte Creator-Community.

Für ausgewählte Creator soll es laut Tubefilter außerdem eine Mindestvergütung von 50.000 US-Dollar geben. Eine konkrete Liste der beteiligten YouTuber oder eine Aufteilung der Summe auf einzelne Beiträge nennt der Bericht nicht. Ebenso wenig ist dokumentiert, ob die Vergütung pro Video, pro Kampagne oder als Pauschale gezahlt wird.

Warum Instagram bei YouTubern vorbeizieht

Das eigentliche Signal ist die Kombination aus Format und Creator-Nachwuchs. Tubefilter beschreibt, dass Instagram nicht nur die TV-Wachzeit und Werbeeinnahmen von YouTube verfolgt, sondern zunehmend auch dessen Talente. Das passt zum Start eines horizontalen Langformats: Instagram öffnet sich damit stärker in Richtung der Inhalte, für die große YouTube-Kanäle bereits bekannt sind.

Anders als YouTube präsentiert Instagram seine Plattform aber weiterhin als Option innerhalb eines mobilen Netzwerks. Genau diese Kombination aus etablierter Reichweite und neuem Format macht die Creator für Instagram interessant.

Die genannte Mindestvergütung von 50.000 US-Dollar macht außerdem deutlich, dass Instagram bereit ist, für passende Talente mehr zu zahlen als bei einem normalen Creator-Deal. Über die Zahl der beteiligten Creator, die Laufzeit der Kampagne oder ihre Reichweite in Zahlen enthält die Quelle allerdings keine Angaben.

Was über „Features“ noch nicht bekannt ist

Der Name des Formats ist bestätigt, seine konkreten Regeln sind es nicht. Tubefilter nennt es ein neu angekündigtes, langes und horizontales Format. Wie die Videos gestaltet sein müssen, wie lange sie laufen oder ob Instagram bestimmte Vorgaben für Aufnahme, Schnitt und Thumbnail macht, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Auch die Zahl der bezahlten YouTuber bleibt offen. Ohne diese Angabe lässt sich weder der Durchschnittsbetrag noch die gesamte Ausgabesumme der Kampagne bestimmen. Ebenso fehlen Angaben zu Laufzeit, Ausschließungsrechten und möglichen Folgeverträgen.

Das bedeutet nicht, dass diese Punkte bei einem konkreten Vertrag unwichtig wären. Es bedeutet nur: Die öffentlich bekannten Zahlen erlauben keine belastbare Kalkulation. Wer die Meldung als Grundlage für eine eigene Preisvorstellung nutzt, orientiert sich dabei an einem einzelnen spektakulären Maximum statt an einem nachweisbaren Standardangebot.

Für dich als YouTuber: Der Maximalbetrag ist kein Marktpreis

Die wichtigste Einordnung lautet: Bezahlte Creator-Deals werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Die 500.000 US-Dollar gelten nur für die von Instagram ausgewählten Konten und deren persönliche Verträge. Für alle anderen YouTuber lässt sich daraus weder ein garantierter Preis noch eine realistische Einkommensprognose ableiten.

Selbst die Mindestvergütung von 50.000 US-Dollar sagt nichts über den Preis einzelner Posts. Wenn ein Creator mehrere Beiträge produziert, wäre dafür eine Aufteilung der Summe nötig – und zu dieser Frage nennt die Quelle keine Angaben.

Für die Bewertung eines eigenen Angebots bleiben deshalb vor allem die vertraglich geregelten Punkte: Vergütung pro Beitrag, Produktionsaufwand, Freigabepflichten, Nutzungsrechte und mögliche Exklusivität. Wer diese Fragen nicht schriftlich klärt, vergleicht am Ende einen öffentlichen Höchstwert mit einer unbekannten Summe.

Instagram verfolgt mit „Features“ jedenfalls eine klare Richtung: horizontaler und längerer Inhalt auf einer App, die bislang vor allem mit kurzen Formaten im Kurzvideo-Modus steht. Die Creator-Namen, der Startumfang und die vollständigen Vertragsbedingungen bleiben die entscheidenden offenen Punkte.

Quellen

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