Cambridge trauert um Marta Shahbazi nach tödlicher Zugkollision in Spanien
Dr. Marta Shahbazi, eine angesehene Wissenschaftlerin an der University of Cambridge, ist bei einer Zugkollision nahe Urda in der spanischen Provinz Toledo ums Leben gekommen. Sie reiste zu einer Konferenz, um einen Preis für ihre Arbeit in der Entwicklungsbiologie entgegenzunehmen.
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Bei Amazon ansehenTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Marta Shahbazi: Cambridge-Forscherin bei spanischer Zugkollision gestorben.
Am Mittwoch reiste Marta Shahbazi in einem der Züge, die nahe Urda in der Provinz Toledo kollidierten. Bei der Katastrophe starben nach Angaben des Guardian mindestens 69 Menschen. Shahbazi saß damit in einem der beiden betroffenen Züge, als der Zusammenstoß ihren scientific journey beendete, die eigentlich zu einem beruflichen Höhepunkt führen sollte.
Der Unfall war nach den Angaben der BBC der zweite tödliche Hochgeschwindigkeitszugunfall in Spanien im laufenden Jahr. Beide Kollisionen ereigneten sich auf der Verbindung zwischen Madrid im Zentrum des Landes und Seville in der südlichen Region Andalusien. Ab Donnerstag wurden drei Tage nationale Trauer beobachtet. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete die Katastrophe als „Tragödie“ und kündigte eine Untersuchung an.
Ein Preis war schon gewonnen, die Übergabe stand noch aus
Shahbazi hatte den Wissenschaftspreis der Spanish Society of Developmental Biology bereits erhalten. Sie sollte bei der Konferenz der Gesellschaft in El Rompido mit dem Preis für wissenschaftliche Exzellenz in der Entwicklungsbiologie ausgezeichnet werden. Die Meldung nennt weder den vollständigen Namen des Preises noch den genauen Zeitpunkt der geplanten Überreichung. Sicher belegt ist der Anlass ihrer Reise: Shahbazi fuhr nach Andalusien, um ihre Arbeit in der Entwicklungsbiologie vor einem Fachpublikum zu würdigen.
Damit endete die Reise in einem der Züge, die nahe Urda kollidierten. Der Kontrast ist deutlich: In Spanien war sie auf dem Weg zu einer bereits errungenen Auszeichnung, während dieselbe Fahrt durch eine der schwersten Zugkatastrophen des Landes endete.
Shahbazi leitete Forschung an zwei Cambridge-Institutionen
Affiliate Associate Professor am Cambridge Stem Cell Institute und Gruppenleiterin am Medical Research Council Laboratory of Molecular Biology: Shahbazi verband zwei feste wissenschaftliche Positionen in Cambridge. Das MRC Laboratory of Molecular Biology würdigte ihren Tod in einem LinkedIn-Beitrag als „a profound shock and a huge loss“.
Die Bedeutung ihrer Arbeit beschrieb das Labor konkret. Shahbazis Forschung beleuchtete nach eigener Aussage die frühesten Schritte in der Entwicklung menschlicher Embryonen. Außerdem untersuchte sie, wie Fehler entstehen, die zu fehlgeschlagenen Schwangerschaften führen. Sie sei eine Rolle für andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewesen und habe besonders anschaulich beschrieben, wie sie Familie und Karriere miteinander vereinbarte. Dafür verwendete sie den Begriff „mother scientist“.
„Inspiring, talented and passionate scientist“
Shahbazi war Mutter von zwei Kindern. Ihre Kollegin Dr. Roser Vento-Tormo, ebenfalls Gruppenleiterin am Wellcome Sanger Institute außerhalb Cambridges, beschrieb sie als engen collaborator, geschätzte Freundin und Inspiration – als Wissenschaftlerin und als Mutter.
Vento-Tormo nannte auch einen konkreten Bezug zu Shahbazis laufender Arbeit: Die beiden gemeinsam betreuten zwei Doktoranden. Einige Arbeiten, an denen Shahbazi beteiligt war, sollten in den folgenden Monaten veröffentlicht werden. Damit bleibt nach ihrem Tod eine wissenschaftliche Spur, die ihre Kollegin persönlich mit ihr verbindet.
Cambridge, Sanger und Spanien trauern um eine „brilliant young researcher“
Die Würdigungen kamen aus unterschiedlichen scientific communities. Das MRC Laboratory of Molecular Biology hob Shahbazis wissenschaftliche Begeisterung und ihren Beitrag zur Embryonalentwicklung hervor. Das Center for Research in Molecular Medicine and Chronic Diseases in Santiago de Compostela bezeichnete sie als „brilliant young researcher“. Vento-Tormo sprach von der gemeinsamen Arbeit, den gemeinsam betreuten Studierenden und von Shahbazis Familie, die ihr sehr wichtig gewesen sei.
Die Reaktionen zeigen dabei mehr als eine formelle Trauerkundgebung. Shahbazi hatte eine eigene Forschungsgruppe geleitet, mit einer benachbarten Gruppe zusammengearbeitet und zwei Doktoranden gemeinsam betreut. Die zukünftigen Veröffentlichungen waren bereits in Vorbereitung. Ihre Kollegin erklärte ausdrücklich, dass die Leidenschaft, die Shahbazi in ihre Arbeit eingebracht habe, auch in diesen Arbeiten weiterleben werde.
Die unmittelbare Nachricht bleibt dennoch die des Unfalls: Eine etablierte Cambridge-Wissenschaftlerin reiste zu einer Konferenz in El Rompido, um den Wissenschaftspreis der Spanish Society of Developmental Biology entgegenzunehmen. Ihre Reise führte sie in einen Zug, der nahe Urda in die Kollision verwickelt wurde. In Spanien wurden daraufhin drei Tage nationale Trauer ausgerufen und eine Untersuchung angekündigt.
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