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30 protestieren gegen Red Bulls neues Dosenwerk: Die Rodung hat begonnen

Rund 30 Menschen protestieren gegen die Waldrodung für ein geplantes Dosenwerk von Red Bull und Rauch. Die Arbeiten haben begonnen, obwohl bereits seit Langem Widerstand gegen das Projekt besteht.

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TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Waldrodung für Red Bull: 30 Protestierende stellen das Dosenwerk zur Debatte.

Am Montag haben die Rodungsarbeiten für ein neues Dosenwerk von Red Bull und Rauch in Baruth/Mark südlich von Berlin begonnen. Auf der gerodeten Fläche protestierten rund 30 Menschen gegen das Projekt. Damit richtet sich der Widerspruch nicht mehr nur gegen einen Plan, sondern gegen einen bereits sichtbaren Eingriff in den Wald.

Auf der Fläche sollen rund 17 Hektar Kiefernwald weichen. Laut einer Unternehmenssprecherin hatte Red Bull die Arbeiten am Montag aufgenommen, das Gelände wurde abgesperrt. Das geplante Dosenwerk gehört zur Erweiterung eines bestehenden Standorts rund 50 Kilometer südlich von Berlin.

Red Bull nutzt dieGenehmigung für einen zügigen Start

„Wohl aus Angst vor Protesten und anstehenden Gerichtsverfahren schafft Red Bull Fakten“, hieß es in einer Mitteilung der Initiative „Ressourcenbündnis Baruth“. Nach der Genehmigung und Veröffentlichung durch die Gemeindeverwaltung Ende Oktober habe Red Bull keine Zeit bis zur Rodung verstreichen lassen.

Die Bürgerinitiative sieht darin einen bewussten Schritt, der Einwände aus der Bevölkerung und von Naturschutzverbänden umgehe. Petra Liesenfeld von der Bürgerinitiative sagte, Red Bull habe mit dem schnellen Beginn der Arbeiten gezeigt, wie das Unternehmen mit diesen Bedenken umgeht.

Damit liegt der Streit auf einer konkreten zeitlichen Linie. Nach der Genehmigung Ende Oktober folgten die Rodungsarbeiten bereits am Montag. Für die Gegnerinnen und Gegner ist genau dieser Ablauf entscheidend: Die Verwaltung hatte den Plan veröffentlicht, während ein Gerichtsverfahren noch anhängig war.

17 Hektar Kiefernwald sind bereits vom Abriss betroffen

Auf dem Gelände versammelten sich rund 30 Menschen. Sie kritisierten nicht nur die Waldrodung, sondern auch den Wasserverbrauch des geplanten Werks. Liesenfeld erklärte, eine Fabrik, die Aluminium und chemische Stoffe verarbeite, solle nicht im Wasserschutzgebiet entstehen.

Der Eingriff ist damit nicht auf einen Waldstreifen begrenzt: Nach den Angaben im Bericht sollen insgesamt rund 17 Hektar Kiefernwald weichen. Weil die Arbeiten bereits begonnen haben und das Gelände abgesperrt ist, wird der ursprüngliche Zustand dort für die Dauer der Bautätigkeiten verändert.

Der Protest findet deshalb direkt auf der gerodeten Fläche statt. Er macht sichtbar, worum es bei der Auseinandersetzung geht: nicht um eine abstrakte Möglichkeit, sondern um Arbeiten, die bereits begonnen haben. Zugleich bleibt der rechtliche Ausgang offen, weil der Eilantrag der Umweltverband Grüne Liga gegen den beschlossenen Bebauungsplan der Stadt noch nicht vor Gericht abschließend entschieden ist.

Das Gericht stoppte die Rodung nicht

Die Grüne Liga hatte versucht, den Beginn der Waldrodung vorerst mit einer Zwischenverfügung zu stoppen. Das Oberverwaltungsgericht lehnte diesen Antrag jedoch ab. Damit wurde die Rodung nicht durch eine richterliche Entscheidung verhindert, während das Hauptverfahren über den Eilantrag noch andauerte.

Das unterscheidet die Lage von einem Build-up: Die Arbeiten laufen, auch wenn über den Bebauungsplan weiterhin gerichtlich gestritten wird. Für Red Bull und Rauch schafft der in Kraft getretene Plan nach Angabe des Projektkoordinators Björn Hofbauer Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Produktionscampus.

Der Einwand der Naturschutzseite zielt dagegen auf die Reihenfolge der Schritte. Nach Darstellung des „Ressourcenbündnis Baruth“ wartete Red Bull nicht erst auf die endgültige gerichtliche Klärung, sondern nutzte die bereits erteilte Genehmigung und die Veröffentlichung Ende Oktober, um die Rodung zügig zu beginnen.

Neue Wald- und Grünflächen sollen den Eingriff ausgleichen

Für die geplanten Betreiber ist die Erweiterung an den vorhandenen Produktionsstandort gekoppelt. Hofbauer erklärte, die künftige Baufläche werde durch neue Wald- und Grünflächen in sechsfacher Größe ausgeglichen. 98 Prozent dieser Flächen lägen im direkten Umland von Baruth.

Damit stellt das Unternehmen die Ausgleichsflächen räumlich in den Vordergrund. Die konkrete Fläche für den Ausgleich nennt der Bericht nicht. Offen bleibt außerdem, wie sich der hohe Wasserverbrauch mit der Forderung der Initiative verträgt, keinen Betrieb im Wasserschutzgebiet zu errichten, der Aluminium und chemische Stoffe verarbeitet.

Der Protest macht beide Konfliktpunkte sichtbar: den schnellen Beginn der Rodung und die Frage nach den Belastungen durch den geplanten Betrieb. Red Bull hat die Arbeiten trotz des laufenden Eilverfahrens aufgenommen. Ob der Bebauungsplan letztlich Bestand hat, entscheidet das Gericht noch nicht.

Quellen

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