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Netflix und „La Regenta“: Ablehnung trotz Drehhistorie am Tempel

Das Domkapitel der Kathedrale von Oviedo lehnt Netflix-Dreharbeiten für „La Regenta“ ab. Der Deän nennt den Roman einen Angriff auf die Kirche – obwohl dort bereits frühere Adaptationen entstanden.

4 Min. Lesezeit
Netflix und „La Regenta“: Ablehnung trotz Drehhistorie am TempelAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Netflix in Oviedos Dom: Warum die Kathedrale „La Regenta“ abweist.

Netflix wollte für „La Regenta“ in die Kathedrale von Oviedo – und bekam vom dortigen Domkapitel ein klares Nein. Das Domkapitel selbst lehnt die geplanten Dreharbeiten als „unangemessen“ ab. Für die neue Netflix-Verfilmung mit Ester Expósito und Oriol Pla ist damit klar: An diesem Standort kann die Produktion nicht wie vorgesehen beginnen, solange das Domkapitel bei seiner Entscheidung bleibt.

Im Zentrum des Konflikts steht nicht die Infrastruktur des Tempels, sondern der Inhalt des Romans. Der Deän der Kathedrale hält die Darstellung der katholischen Kirche für einen Angriff auf sie. Damit verweigert das Domkapitel einer Plattform die Arbeit an einem Projekt, das nach El País zu den großen Netflix-Investitionen gehört.

Warum das Domkapitel „La Regenta“ ablehnt

Die Begründung des Deans

Der Deän begründet die Ablehnung damit, dass der Roman „ein Angriff auf die Kirche“ sei. Diese Formulierung macht aus der verweigerten Dreherlaubnis eine inhaltliche Positionierung: Das Domkapitel steht nicht nur gegen die konkrete Nutzung seiner Räume, sondern gegen die Darstellung der Institution im Werk.

Der Roman sei „ein Angriff auf die Kirche“.

Quelle: El País

Für Netflix und die am Projekt beteiligten Crews bedeutet das eine klare Hürde. Die im Titel genannten Hauptdarsteller Ester Expósito und Oriol Pla gehören zu einer Verfilmung, die der Quelle zufolge als eine der großen Wetten der Plattform gilt. Die Besetzung allein löst die Ablehnung nicht aus. Maßgeblich ist aus Sicht des Deans der Bezug des Romans zur Kirche.

Die Meldung nennt weder einen genauen Drehbeginn noch erklärt sie, welche Folgen die Entscheidung für die gesamte Produktion hätte. Fest steht nach den Angaben von El País: Netflix soll im Tempel in Oviedo drehen, das Domkapitel lehnt dies ab.

Frühere Adaptationen wurden an demselben Ort gedreht

Der auffälligste Widerspruch

Es gibt allerdings einen weiteren Aspekt, der die Entscheidung in einem anderen Licht erscheinen lässt. Nach El País wurden an derselben kirchlichen Lokalität bereits frühere Versionen von „La Regenta“ produziert – von Gonzalo Suárez und Fernando Méndez-Leite. Der Standort war für die Geschichte also nicht grundsätzlich tabu.

Die Quellenlage macht deutlich, dass zwischen den früheren und der aktuellen Verfilmung ein Unterschied bestehen muss. Das Domkapitel lehnt nach eigener Aussage nicht jede Nutzung des Tempels ab, sondern das jetzige Projekt mit „La Regenta“. Warum die früheren Dreharbeiten möglich waren und weshalb Netflix nun anders behandelt wird, geht aus der Meldung nicht hervor. Ebenso wenig nennt sie eine Erklärung von Netflix oder eine mögliche Alternative für die geplanten Szenen in der Kathedrale.

Diese Lücke ist relevant. Die Entscheidung beendet die Drehmöglichkeit an diesem konkreten Ort, sagt aber noch nichts über den gesamten Produktionsplan. Die verfügbaren Informationen beschränken sich auf das klare Nein des Domkapitels, die Begründung des Deans und den Hinweis, dass dort bereits frühere Adaptionen entstanden sind.

Was die Ablehnung für das Netflix-Projekt bedeutet

Die Produktion muss die Drehorte neu planen

Für die Crew bedeutet die Entscheidung zunächst eine geänderte Planung. Die genannten Dreharbeiten in der Kathedrale von Oviedo sind mit dem Einspruch des Domkapitels nicht freigegeben. Wie viele Szenen dort vorgesehen waren und ob bereits eine Produktion begonnen hatte, verrät die Quelle nicht.

Auch für das Publikum bleibt die unmittelbare Auswirkung begrenzt: Der Bericht nennt weder einen verschobenen Starttermin noch eine Absetzung des Projekts. Er beschreibt die Ablehnung der Dreharbeiten an einem Schauplatz – und nicht das Ende der gesamten Netflix-Adaption.

Ungewöhnlich bleibt dennoch der Kontrast zwischen den früheren Dreharbeiten und dem aktuellen Einspruch. Dass „La Regenta“ schon einmal in dieser kirchlichen Umgebung verfilmt wurde, macht die Begründung „unangemessen“ nicht bedeutungslos. Sie macht sie nur spezifischer: Das Domkapitel richtet seine Ablehnung an diesem Projekt aus, nicht an der historischen Verbindung des Romans zum Ort.

Ein Kirchenprojekt zwischen Marktlogik und Glaubensvertretung

Der Fall zeigt einen scharfen Gegensatz. Auf der einen Seite steht ein kommerzielles Projekt, das auf eine große Plattform setzt und mit zwei bekannten Darstellern Aufmerksamkeit verspricht. Auf der anderen Seite steht ein kirchliches Gremium, das die Verfilmung anhand dessen bewertet, wie der Roman die Kirche darstellt.

Die stärkste Gegenposition liefert derselbe Bericht durch den Hinweis auf die früheren Adaptionen: Der Tempel war bereits Teil der Filmgeschichte von „La Regenta“. Die stärkste Verteidigung des Domkapitels ist dagegen die Aussage des Deans, der Roman sei ein Angriff auf die Kirche.

Für dich als Zuschauer bleibt die zentrale Nachricht klar: Die neue Netflix-Verfilmung von „La Regenta“ wird nach dem Einspruch des Domkapitels nicht in der Kathedrale von Oviedo gedreht. Wie das Projekt ohne diesen Drehort umgesetzt wird, verrät die vorliegende Meldung nicht.

Quellen

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