Mehrere Flüge umgeleitet: Warschauer Flughafen zeitweise gesperrt
Mehrere europäische Flüge wurden nach Bombendrohungen umgeleitet und von Spezialisten untersucht. Der Flughafen Warschau war vorübergehend geschlossen.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert 181 Menschen an Bord: Bombendrohung zwingt Flugzeug zur Umleitung.
Am frühen Morgen saß eine LOT-Maschine mit 181 Menschen an Bord am Flughafen London. Sie sollte eigentlich auf dem größeren Chopin-Flughafen in Warschau landen. Noch während des Fluges kam jedoch der Alarm, nach dem sich an Bord eine Bombe befinden soll. Die Maschine wurde deshalb auf den kleineren Flughafen Modlin umgeleitet.
Modlin wird vorwiegend von Billigfliegern genutzt und liegt nicht am großen Warschauer Flughafen. Nach der Landung wurde das Flugzeug auf eine Außenposition verwiesen. Spezialisten untersuchten die Maschine, während Passagiere und Crew im Terminal warteten. Wegen der Drohungen war der Flughafen vorübergehend geschlossen. Der Betrieb wurde später wieder aufgenommen.
Der London-Flug endete nicht wie geplant in Warschau
181 Menschen waren in der LOT-Maschine an Bord, als der Sicherheitsalarm die Route veränderte. Statt direkt am Chopin-Flughafen anzukommen, landete der Flug in Modlin. Erst dort begann die Untersuchung durch Spezialisten.
Der Ablauf zeigt, wie konkret eine Drohung den gesamten Flug betrifft: Der geplante Zielflughafen wurde umgangen, die Maschine nach der Landung abgestellt und die Menschen an Bord blieben im Terminal, während Spezialisten sie überprüften. Wie lange die Passagiere und die Crew dort warten mussten, berichten die Quellen nicht.
Der Stern und der Spiegel berichten beide, dass die Drohungen nicht nur den London-Flug betrafen. In Europa wurden mehrere Flugzeuge umgeleitet, zu Landungen gezwungen oder von Spezialisten untersucht.
Auch SAS, Ryanair und Wizz Air waren betroffen
Bei der skandinavischen Airline SAS bestätigte die Fluglinie eine Drohung gegen den Flug SK751 von Kopenhagen nach Warschau. Das Flugzeug landete planmäßig in Warschau, die Passagiere verließen die Maschine. Am Chopin-Flughafen lief anschließend eine Sicherheitsüberprüfung.
Die einzelnen Fälle verliefen also nicht alle identisch. Die LOT-Maschine aus London wurde auf einen anderen Flughafen umgeleitet. Der SAS-Flug erreichte Warschau wie geplant, wurde dort aber ebenfalls überprüft. Und ein Flug der ungarischen Billigairline Wizz Air, der am Montag von London nach Sofia unterwegs war, wurde wegen einer Bombendrohung nach Budapest umgeleitet.
Damit reichten die Auswirkungen mindestens von London über Warschau und Sofia bis Budapest. Eine einheitliche Ursache für die Bombendrohungen war zunächst nicht klar. Die Meldungen beschreiben mehrere Drohungen, nennen aber keine Verbindung zwischen den Vorfällen in Polen, Bulgarien und Ungarn.
In Sofia und Murcia kamen Drohungen per E-Mail
Am Flughafen der bulgarischen Hauptstadt Sofia landete eine Maschine aus Israel, nachdem eine Bombendrohung per E-Mail eingegangen war. Antiterror-Einheiten untersuchten das Flugzeug auf Sprengstoff, wie die Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das bulgarische Innenministerium meldete.
Ein weiterer Fall betraf einen Ryanair-Flug aus Manchester. Wegen einer Drohung musste die Maschine auf dem Flughafen Murcia in Spanien landen. Die BBC berichtete, dass in dem Flugzeug keine Sprengstoffe gefunden wurden.
Bei den Angaben zur Herkunft der Drohungen bleibt eine wichtige-Unterscheidung: Für Sofia nennt der Bericht ausdrücklich eine E-Mail. In Rom waren die Drohungen anonym. Aus den vorliegenden Berichten geht nicht hervor, dass alle Vorfälle auf dieselbe Art gemeldet wurden.
Zwei Ryanair-Flugzeuge standen unter Kontrolle in Rom
In Rom wurden nach anonymen Bombendrohungen zwei Ryanair-Flugzeuge durchsucht. Die eine Maschine war aus Lissabon gekommen, die andere aus Dublin. Auch in diesen beiden Fällen gab es nach den Angaben der Quelle keine Auffälligkeiten.
Damit ist das Ergebnis der Meldungen differenziert zu lesen. Für den Ryanair-Flug in Murcia und die beiden Maschinen in Rom wurden keine Sprengstoffe beziehungsweise keine Auffälligkeiten gefunden. Bei der LOT-Maschine in Modlin, dem SAS-Flug SK751 und dem Flug nach Sofia berichten die Quellen dagegen nur von den eingeleiteten Untersuchungen. Ein bestätigter Sprengsatz an Bord dieser drei Maschinen ist nicht dokumentiert.
Die Drohungen trafen mehrere europäische Flughäfen
Am Ende stehen mehrere Flüge und mindestens fünf Zielorte nebeneinander: Warschau und Modlin, Sofia, Murcia, Rom und Budapest. Dazu kommen die Fluggesellschaften LOT, SAS, Ryanair und Wizz Air. Was die Vorfälle verbindet, sind die Bombendrohungen. Die Reaktionen waren jedoch verschieden: Umleitung, planmäßige Landung mit anschließender Kontrolle, erzwungene Landung oder Untersuchung am Terminal.
Für dich als Reisende war beim London-Flug vor allem die Änderung am Ablauf greifbar: 181 Menschen landeten nicht am vorgesehenen Chopin-Flughafen, sondern in Modlin, wo sie im Terminal warteten, während Spezialisten die Maschine untersuchten. Eine bestätigte Bombenexplosion oder ein Fund von Sprengstoff an Bord wird in den Meldungen nicht beschrieben.
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