Arkane Lyon: Die Käuferfrist endet am 13. November
Microsoft muss nach einem Bericht von Le Monde bis zum 13. November einen Käufer für Arkane Lyon finden, sonst droht die Schließung. Für die 217 Beschäftigten verhandelt die Gewerkschaft bis zum 30. Oktober über den Stellenabbau und schließt einen Rechtsstreit nicht aus.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Arkane Lyon: Microsoft hat bis zum 13. November Zeit, einen Käufer zu finden.
217 Menschen, drei Wochen und eine Frist: Für Arkane Lyon, das französische Studio hinter Dishonored und Deathloop, läuft laut einem Le Monde-Bericht vom 23. Oktober die Suche nach einem Käufer nur noch bis zum 13. November.
Findet Microsoft bis dahin keinen Partner, sieht der Bericht eine Schließung vor. Für die Beschäftigten in Lyon wird das konkret: Die Gewerkschaft verhandelt über Entlassungen, fordert die Wiedereinstellung der Beschäftigten in anderen Xbox-Studios und schließt einen Rechtsstreit nicht aus.
Du solltest dabei zwei Fristen trennen: Die aktuelle Verhandlungsrunde soll am 30. Oktober enden; der 13. November ist als Ende der Suche nach einem Käufer genannt. In einem internen Microsoft-Dokument geht es dagegen um das endgültige Ende des Studiobetriebs zwischen Ende 2026 und dem ersten Quartal 2027, falls die Schließung weitergeht.
Die Frist am 13. November folgt aus dem Florange-Gesetz
Die Suche nach einem Käufer begann laut Le Monde im Sommer, nachdem Arkane Lyon am 16. Juli über Microsofts Entscheidung zur Abgabe des Studios informiert worden war. Das französische Florange-Gesetz von 2014 verpflichtet große Unternehmen, mindestens drei Monate vor der Schließung eines Standorts nach einem Käufer zu suchen.
Nach dem von Gamereactor ES zusammengefassten Bericht endet diese Suche am 13. November. Das Datum ist zugleich als Schließungsfrist genannt, falls Microsoft keinen Übernahmeinteressenten findet. Ein konkreter Käufer wird im Bericht nicht genannt.
Die Gewerkschaft verhandelt bis zum 30. Oktober – und schließt eine Klage nicht aus
Die 217 Beschäftigten von Arkane Lyon erfuhren von Microsofts Entscheidung am 16. Juli – einen Tag bevor Xbox-Chefin Asha Sharma die Schließungs- oder Abspaltungspläne für Ninja Theory, Compulsion Games, Double Fine Productions und Undead Labs ankündigte. Die im Juli angekündigte Restrukturierung betrifft nach Angaben des Berichts insgesamt mehr als 1.600 Stellen im Microsoft-Games-Geschäft.
Ein Gewerkschaftsvertreter erklärte gegenüber Le Monde, die Verhandlungen über den Entlassungsplan liefen schlecht. Die aktuelle Runde soll am 30. Oktober enden. Die Gewerkschaft fordert, die betroffenen Beschäftigten in anderen Xbox-Studios wieder einzustellen, und schließt es nicht aus, Microsoft vor Gericht zu bringen. Nach Darstellung des Gewerkschaftsvertreters will Microsoft sich eines gut funktionierenden Studios entledigen, um Kosten zu sparen und die Rendite kurzfristig zu verbessern.
Microsoft sucht aktiv nach einem Partner – nennt aber kein Datum
Das Unternehmen selbst setzt einen anderen Akzent. In einer Stellungnahme betont Microsoft, weiter nach einer Lösung für Arkane zu suchen.
Wir erkunden weiterhin verschiedene Optionen für Arkane als Teil des laufenden französischen Konsultationsverfahrens. Wir halten den Betriebsrat und die Beschäftigten informiert und suchen aktiv nach einem Partner, der die nächste Entwicklungsphase unterstützt und die Vermarktung des Projekts ermöglicht.
Microsoft nennt in dieser Stellungnahme allerdings keinen Zeitplan. Le Monde hatte zugleich ein internes Dokument eingesehen, das das vollständige und endgültige Ende der Studioaktivitäten zwischen Ende 2026 und dem ersten Quartal 2027 vorsah, falls die Schließung vorankommt. In der Darstellung des Berichts handelt es sich um zwei verschiedene Angaben: die Frist für die Suche nach einem Käufer und einen späteren möglichen Zeitraum für das endgültige Ende der Studioaktivitäten.
Netflix bot 500 Millionen Dollar – aber nicht für Arkane Lyon
Ein unabhängiger Bericht der Fachpublikation Puck vom selben Tag brachte eine weitere große Zahl ins Spiel: Netflix habe 500 Millionen US-Dollar für eine exklusive siebenjährige Lizenz an den Film- und Fernsehrechten von Xbox angeboten. Xbox habe mit 800 Millionen US-Dollar gegengeboten, bevor die Verhandlungen scheiterten. Puck beruft sich dabei auf drei anonyme Quellen.
Anders als die von Le Monde beschriebene Suche nach einem Käufer für Arkane Lyon betrifft dieses Angebot die Film- und Fernsehrechte des Xbox-Portfolios. Es war damit kein Kaufangebot für das französische Studio und klärt dessen ungeklärte Zukunft nicht.
Der Stand für die Beschäftigten
Bis zum 30. Oktober bleiben die Gewerkschaftsverhandlungen im Mittelpunkt. Danach wird entscheidend sein, ob Microsoft einen Partner findet, der den Fortbestand sichert. Die Gewerkschaft hält dabei sowohl die geforderte Wiedereinstellung in anderen Xbox-Studios als auch den Rechtsweg offen. Ein Käufer oder eine Übernahme ist im Bericht noch nicht bestätigt.
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