Wolfgang Thierse rät der SPD: Bündnis mit der Linken in Berlin vermeiden
Nach der Wahl in Berlin rät Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse der SPD, ein Bündnis mit der Linken zu vermeiden. Als Alternative für die Regierungsbildung schlägt er einen unabhängigen Regierungschef vor.
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Elon Musk hat in Austin eine zusätzliche Stunde für den Nachtbetrieb der Tesla-Robotaxis angekündigt: Das Angebot reicht nun von 22:00 bis 23:00 Uhr. Gleichzeitig rückte der Tesla-Chef ein Problem in den Mittelpunkt, das beim autonomen Fahren nicht nebensächlich ist. Seine Kameras sollen Tiere bei Dunkelheit zuverlässiger erkennen, bevor ein Taxi sie überfährt.
In einem Beitrag auf X verwendete Musk dafür ein konkretes Bild: „graue Kätzchen auf grauem Asphalt in der Dunkelheit“. Die Tiere seien bei Nacht schwer zu unterscheiden, schrieb er. Für die Tiertuerkennung nennt er damit zwei schwierige Bedingungen zugleich: wenig Licht und ein ähnlicher Untergrund.
Warum das Kätzchen mehr ist als ein Beispiel
Erkennen vor dem Hintergrund
Ein Tier kann bei Nacht aus der Ferne wie eine kleine Fleck auf der Straße wirken. Für einen Menschen ist das unter schlechten Lichtverhältnissen bereits schwer einzuordnen. Ein autonomes System muss zusätzlich erkennen, dass sich hinter dieser Fleck ein bewegliches Objekt befindet. Die Unterscheidung eines Tieres vom Hintergrund ist deshalb ein grundlegender Teil der Objekterkennung, wie die Genbeta-Zusammenfassung des Posts erklärt.
Genau dieses Problem treibt Tesla laut dem Bericht dazu, an der Lösung für die Robotaxis in Austin zu arbeiten. Die technischen Einzelheiten nennt Musk in seinem Beitrag jedoch nicht. Es gibt in seiner Veröffentlichung weder eine Frist für die Lösung noch einen Zeitpunkt, zu dem die Tiertuerkennung abgeschlossen sein soll.
Von 22 bis 23 Uhr ist kein 24-Stunden-Versprechen
Was die Ankündigung tatsächlich belegt
Die zeitliche Aussage lässt sich genau benennen: Der Nachtbetrieb in Austin wird um eine Stunde verlängert, nämlich von 22:00 auf 23:00 Uhr. Die Meldung behandelt damit einen konkreten Zeitraum und ein einzelnes Tierbeispiel. Sie beschreibt keine Umstellung des gesamten Betriebs auf Tagfahrten.
Ebenso wenig beschreibt Musks Beitrag einen sicheren Betrieb rund um die Uhr. Er sagt nicht, dass die Erkennung von Tieren bei Nacht bereits getestet und erfolgreich validiert wurde. Die Ausweitung des Nachtangebots und die offene Frage nach einer zuverlässigen Tiertuerkennung stehen in seinem Post also nebeneinander, ohne dass er daraus eine abgesicherte 24-Stunden-Garantie ableitet.
Der fehlende technische Nachweis
Damit bleibt die entscheidende Frage offen: Wie sollen die Tesla-Systeme ein Tier bei Nacht erkennen, wenn Sichtweite und Kontrast sinken? Ein fertiger Lösungsweg wird in dem Beitrag nicht vorgestellt. Ebenso fehlt ein Testprotokoll, das zeigt, unter welchen Lichtverhältnissen die Erkennung zuverlässig funktioniert.
Die Model-3-Grenzen treffen den Robotaxidienst nicht automatisch
Was Teslas Handbuch warnt
Tesla beschreibt im Handbuch zum Model 3 mehrere Bedingungen, unter denen die Fahrassistenzfunktionen möglicherweise nicht richtig funktionieren. Dazu zählen schlecht beleuchtete Straßen bei Nacht, starker Regen und Blendung. Auch Schmutz oder andere Hindernisse an den Kameras können die Funktionen beeinträchtigen. Bereits das einfache Fehlen von Licht kann sich auf die Unterstützung beim Fahren auswirken.
Warum das nicht automatisch für die Robotaxis gilt
Diese Warnungen richten sich an Tesla-Fahrer und beschreiben die Assistenzfunktionen des Model 3. Mit ihnen lässt sich weder die technische Ausstattung des Robotaxidienstes in Austin bewerten noch annehmen, dass der Dienst identisch funktioniert. Wie die Fahrzeuge werden, kann schließlich auch von anderen Komponenten abhängen. Teslas Fahrerassistenz und der Robotaxidienst verfügen über unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten.
Tesla setzt auf Kameras, Waymo kombiniert drei Sensoren
Zwei unterschiedliche technische Ansätze
Nach den von Tesla veröffentlichten Ergebnissen aus dem zweiten Quartal 2025 setzt der Konzern für autonomes Fahren ausschließlich auf Kameras. Waymo verfolgt laut seinem Dokument zur sechsten Generation einen anderen Ansatz. Satish Jeyachandran, dort Vicepräsident für Technik, erklärt, dass das System Kameras, LiDAR und Radar miteinander kombiniert.
LiDAR erzeugt eine dreidimensionale Darstellung der Umgebung des Fahrzeugs. Radar liefert Messwerte für Distanzen und Geschwindigkeiten. Beide können die Daten der Kameras ergänzen, selbst wenn die Sicht einer Kamera eingeschränkt ist. Waymo beschreibt damit ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten, während Tesls Kamera-only-Ansatz für autonomes Fahren aus den Ergebnissen des zweiten Quartals hervorgeht.
Was der Vergleich nicht beweist
Der Sensorvergleich zeigt vor allem einen unterschiedlichen technischen Aufbau. Er beweist allein jedoch weder, dass Waymo Tiere nachts zuverlässiger erkennt, noch dass Teslas Kamerasystem die Aufgabe nicht bewältigen kann. Ein direkter Vergleich zur nächtlichen Tiertuerkennung oder zu den Ergebnissen des erweiterten Nachtbetriebs fehlt in den verfügbaren Angaben.
Für dich bleibt die Meldung deshalb auf zwei konkrete Punkte zurück: Tesla verlängert den Nachtbetrieb in Austin um 22:00 bis 23:00 Uhr, und Musk benennt die Erkennung von Tieren bei Dunkelheit als technisches Problem. Ein erfolgreicher Test, eine Fertiglösung und ein sicherer 24-Stunden-Betrieb sind darin noch nicht belegt.
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